Termine & Veranstaltungen

  1. Donnerstag, 09. November 2017
    Flucht und Trauma

    18:30 Uhr, im Forum der Volksbank Ulm-Biberach, Olgaplatz 1, 89073 Ulm

    Eintritt frei

    Geflüchtete befinden sich in einer Lebenssituation, in der eine ausgesprochen große Fähigkeit, mit Neuem und Unbekanntem umzugehen, “Notwendig” ist. Menschen, die an einer Traumafolgestörung leiden, erleben ihre Umwelt mit dem Blick des Menschen, der eine existentiell bedrohliche Erfahrung noch nicht verarbeitet hat. Die Möglichkeit, sich auf Unbekanntes einzulassen und weitere Belastungen “durchzustehen”, ist durch diesen Umstand erschwert.

    Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge erfordert über die Kenntnisse der Traumadiagnostik und -behandlung hinausgehende Voraussetzungen.

    Die Veranstaltung versucht, Einblick in die Situation der Betroffenen zu geben und Möglichkeiten der Behandlung aufzuzeigen.

    Referentin:

    Johanna Zeitler, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Ärztliche Leitung des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm (BFU)

    Moderation: Urs M. Fiechtner, Amnesty International Ulm

    Veranstalter:

    • Stiftung Menschenrechtsbildung in Zusammenarbeit mit dem Bündnis Menschenrechtsbildung e.V.
    • Amnesty International Ulm/Neu-Ulm
    • Förderverein des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm e.V.
    • Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donaukreis e.V.

    Mit freundlicher Unterstützung der Volksbank Ulm-Biberach eG.

     

     

  2. Dienstag, 20. März 2018
    Gibt es Grenzen der Toleranz?
    Kulturelle Identität und Religionsfreiheit

    19:00 – 21:00 Uhr, Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, 70173 Stuttgart

    Urs M. Fiechtner, Schriftsteller, Menschenrechtsexperte amnesty international
    Eintritt: 8,00 €

    In vielen Ländern Europas nehmen kulturelle Konflikte zwischen Migranten und der einheimischen Bevölkerung zu, zahllose Diskussionen entzünden sich rund um Stichworte wie Kopftuchverbot, Religionsfreiheit, Ghettoisierung, Minarettverbote oder “Überfremdung”…

    Immer wieder wird gefordert, Migranten sollten sich integrieren. Allerdings wird in “Werte-” und “Leitkultur-“Debatten häufig offen gelassen, worin denn genau die europäische oder deutsche Kultur besteht, in die Migranten integriert werden sollen.

    Der Vortrag beleuchtet aus der Sicht der Menschenrechtserklärung und des Grundgesetzes die Fragen des Umgangs mit den Rechten auf kulturelle Identität und auf Freiheit der Religionsausübung und gibt Hinweise für ein Nachdenken über “Deutsche Kultur” und den realen Integrationsbedarf von Menschen aus anderen Kulturen.

    Anmeldung bei:

    Katholisches Bildungswerk Stuttgart
    Königstr. 7
    70173 Stuttgart
    0711/7050600
    info@kbw-stuttgart.de

     

     

  3.  

 

Archiv

  1. Mittwoch, 04. Oktober 2017
    Treffen des Fördervereins für das Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm

    19:00 Uhr, Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm, Innere Wallstrasse 6

    Treffen des Fördervereins für das Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm. Wer das Behandlungszentrum unterstützen möchte und sich für die Arbeit des Fördervereins interessiert, ist herzlich willkommen!

     

  2. Samstag, 30. September 2017
    Ready for Boarding: Der CIA-Folterreport – Ein Live-Hörspiel

    20:00 Uhr, Café Omar, Ulm

    Eintritt frei. Altersempfehlung: ab 16 Jahren

    Gastspiel des Brachland-Ensembles in Kooperation mit Amnesty International.

    Das Brachland-Ensemble wirft in dieser politisch angespannten Lage einen Blick zurück auf den 11. September 2001 und die Auswirkungen auf den Umgang mit Bürger- und Menschenrechten – Werte, die in der jetzigen Situation erneut angreifbar erscheinen. Die Anschläge von 09/11 veränderten die politische und gesellschaftliche Stimmungslage gewaltig und führten dazu, dass die damalige US-Regierung ohne Rechtsgrundlage Menschen inhaftierte und folterte. Der Untersuchungsbericht des US-Senats über das geheime CIA-Verhör- und Internierungsprogramm deckt die Geschehnisse auf und diente dem Brachland-Ensemble als Basis für dieses Live-Hörspiel.

    Drei Sprecher/innen vertonen mit Hilfe weniger Requisiten den fassungslos stimmenden Text, der teils zu Dialogen umgeschrieben wurde und so den 600 Seiten starken Bericht in lebendige und schier unfaßbare Situationen übersetzt. Atemberaubend ist dabei nicht nur die Perfidität der CIA-Verhörmethoden, sondern auch das Scheitern einer Bürokratie, die versagte, als es darauf ankam. In Anbetracht der Anschläge in Europa stellt sich die Frage, wie heute dieser Gefahr begegnet wird: Werden die Regierungen besonnener sein als US-Präsident Trump, der die Wiedereinführung des CIA-Programms fordert?

    Im Anschluß findet eine Diskussionsrunde in Anwesenheit von Gruppenmitgliedern von Amnesty International sowie dem Ensemble statt.

     

  3. Donnerstag, 14. September 2017
    Das andere Afghanistan

    18:30 Uhr, Forum der Volksbank Ulm-Biberach, Olgaplatz 1, 89073 Ulm

    Vortrag und Gespräch mit Mahsa Taee & Tillmann Schmalzried (Eintritt frei)

    Nach 9/11 – genauer gesagt 12/5 (2001), nach dem Sturz der Taliban-Regierung – versprachen mächtige afghanische Männer, eingeladen von der damaligen deutschen Regierung, unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen, auf dem Petersberg bei Bonn, Afghanistan mit internationaler Hilfe zu einem Musterbeispiel des modernen post-conflict State-Building zu machen. Hoch motivierte junge Afghanen, viele von ihnen aufgewachsen im Exil, folgten dem auf dem Petersberg formulierten Ruf und kehrten in ihr Heimatland zurück, um ihren Beitrag zu dem von der International Security Assistance Force (ISAF) zu schützenden Staatsaufbau zu leisten.

    Die 1980 geborene Mahsa Taee gehört zu dieser Generation junger motivierter Afghanen. Vor 12/5 (2001) lebte sie im iranischen Exil. Im Juli 2009 musste sie nach einem Anschlag auf ihre Familie Afghanistan erneut verlassen und lebt seitdem im Hamburger Raum.

    Schon vor der Eroberung ihrer Heimatstadt Herat durch die Taliban hatte Mahsa Taee begonnen zu schreiben. Im iranischen Exil gründete sie zusammen mit ihrem Mann Sayed Ahmad Hashemi die Familienzeitschrift „Baran“ (Regen) und ließ 1000 Kopien in das von den Taliban beherrschte Afghanistan schmuggeln. Nach dem Sturz der Taliban engagierte sie sich als Schriftstellerin (Romane, Erzählungen, Gedichte), als Abgeordnete der verfassunggebenden Loya Jirgha, als Managerin für die Masoud-Stiftung, als Journalistin für die Wochenzeitung „Payman Weekly“ und die Tageszeitung „Payman Daily“ sowie als Herausgeberin und Journalistin für die Zeitung „Mandegar“. Ihr aus den täglichen politischen Kolumnen für „Payman Daily“ zusammengestelltes Buch „Gute Nacht, Herr Präsident“ ist in Afghanistan verboten.

    Tillmann Schmalzried ist seit 1980 Mitglied von Amnesty International und seit 2014 Sprecher der Afghanistan-Koordinationsgruppe der deutschen AI-Sektion. Seit 2004 gilt sein Interesse dem zivilgesellschaftlichen Engagement gegen sog. Warlord-Strukturen. Im Rahmen seiner Menschenrechtsarbeit für Amnesty International und die Gesellschaft für bedrohte Völker unterstützte Tillmann Schmalzried auch Persönlichkeiten wie Mahsa Taee und Sayed Ahmad Hashemi. Gerade weil immer wieder eine neue Generation von Hoffnungsträgern in Gebieten, die heute gerne mit dem widersinnigen Begriff „Failed States“ bezeichnet werden, heranwächst, teilt er den weit verbreiteten Pessimismus von Politik und Medien in Bezug auf Länder wie Afghanistan nicht. Desto beißender kritisiert er, dass die Internationale Gemeinschaft den lokalen Warlords in den „Failed“ und „Weak States“ die Macht überlässt – und so Straflosigkeit für Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Status quo wird und sich gerade Hoffnungsträger/innen Flucht und Vertreibung ausgesetzt sehen.

    Veranstalter:

    • Stiftung Menschenrechtsbildung in Zusammenarbeit mit dem Bündnis Menschenrechtsbildung e. V.
    • Amnesty International Ulm/Neu-Ulm
    • Förderverein des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm e. V.
    • Flüchtlingsrat Ulm/Alb- Donaukreis e. V.

     

  4. Mittwoch, 06. September 2017
    Treffen des Fördervereins für das Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm

    19:00 Uhr, Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm, Innere Wallstrasse 6

    Treffen des Fördervereins für das Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm. Wer das Behandlungszentrum unterstützen möchte und sich für die Arbeit des Fördervereins interessiert, ist herzlich willkommen!

     

  5. Donnerstag, 10. August 2017
    Wahlprüfsteine Menschenrechte

    18:30 Uhr, im großen Saal der Volksbank Ulm-Biberach, Olgaplatz 1, 89073 Ulm

    Informations- und Diskussionsabend mit den Ulmer Kandidaten zur Bundestagswahl 2017 mit freiem Eintritt.

    Nach vielen Fortschritten in den vergangenen Jahrzehnten sind die Zivilgesellschaften weltweit wieder unter Druck geraten. Autoritäre Regime sind durch populistische Wahlversprechen auf dem Vormarsch, polarisieren die Gesellschaften, verbieten zum Beispiel Nichtregierungsorganisationen und verletzen vielfach Menschenrechte wie das Recht auf Leben und Freiheit und den Schutz vor Folter. Auch demokratische Staaten tun sich schwer, zum Beispiel mit dem Recht auf Asyl und Untätigkeit gegenüber dem alltäglichen Rassismus.

    Wahlen sind auch Weichenstellungen für die Menschenrechte. Anlässlich der Bundestagswahl am 24. September stellen sich die Ulmer Kandidaten den “Wahlprüfsteinen” der Stiftung Menschenrechtsbildung. Bei dem Informations- und Diskussionsabend geht es um die Themenkomplexe Bildung, Flucht und Asyl, Rüstungsexporte und Rassismus. Dabei sollen die Positionen der Politikerinnen und Politiker herausgearbeitet werden.

    Teilnehmer:

    • Dr. Thomas Kienle (CDU), in Vertretung für Ronja Kemmer, MdB Hilde Mattheis (SPD), MdB
    • Eva-Maria Glathe-Braun (Die Linke)
    • Marcel Emmerich (Bündnis 90/Die Grünen)
    • Alexander Kulitz (FDP)
    • Eugen Ciresa (AfD)

    Moderation:

    • Stefan Drößler
    • Lothar Heusohn

    Veranstalter:

    • Stiftung Menschenrechtsbildung in Zusammenarbeit mit dem Bündnis Menschenrechtsbildung e. V.
    • Amnesty International Ulm/Neu-Ulm
    • Förderverein des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm e. V.
    • Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donaukreis e. V.

    Mit freundlicher Unterstützung der Volksbank Ulm-Biberach eG.

     

  6. Mittwoch, 02. August 2017
    Treffen des Fördervereins für das Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm

    19:00 Uhr, Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm, Innere Wallstrasse 6

    Treffen des Fördervereins für das Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm. Wer das Behandlungszentrum unterstützen möchte und sich für die Arbeit des Fördervereins interessiert, ist herzlich willkommen!