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	<title>Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm</title>
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		<title>Kunsttherapie für Erwachsene</title>
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		<comments>http://www.bfu-ulm.de/angebote/kunsttherapie-fuer-erwachsene#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 16:39:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Kunsttherapie für Erwachsene Was bedeutet Kunsttherapie? Kunsttherapie (KT) ist eine nonverbale Therapiemethode, die sich gestalterischer Mittel bedient, um einen therapeutischen Prozess in Gang zu bringen. Sie bietet einen geschützten, angstfreien therapeutischen Raum, in dem Phantasie und Kreativität angeregt werden, um eigene, oft bisher unbekannte Anteile in sich zu entdecken und zum Ausdruck oder zur Gestalt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Kunsttherapie für Erwachsene</h2>
<h3>Was bedeutet Kunsttherapie?</h3>
<p>Kunsttherapie (KT) ist eine nonverbale Therapiemethode, die sich gestalterischer Mittel bedient, um einen therapeutischen Prozess in Gang zu bringen. Sie bietet einen geschützten, angstfreien therapeutischen Raum, in dem Phantasie und Kreativität angeregt werden, um eigene, oft bisher unbekannte Anteile in sich zu entdecken und zum Ausdruck oder zur Gestalt zu bringen. Über das Gestalten mit flüssiger Farbe, Stiften, Gips und Speckstein, sowie Pappmasche etc. wird sinnliches Erleben gefördert. Darüber hinaus gilt es, Freude beim Umgang mit unterschiedlichen Materialien erleben zu können sowie positive Erlebnisse und sichtbare Ergebnisse zu schaffen. Dadurch wird das Selbstbewusstsein gestärkt und Angst vor Ablehnung reduziert.</p>
<h3>Kunsttherapie für Erwachsene</h3>
<p>Das neue kunsttherapeutische Angebot richtet sich an Erwachsene aus dem Kosovo, Afghanistan und Türkei (Kurden). Die kunsttherapeutischen Gruppen werden von zwei Kunsttherapeuten geleitet und finden unter Dolmetschervermittlung statt.</p>
<h3>Was ist das Potential von Kunsttherapie?</h3>
<p>Kunsttherapie als nonverbale Therapieform ist gerade dann wichtig, wenn der Klient Gefühle und Erlebtes nicht in Worte fassen kann. Innerseelische Bilder und Prozesse werden in der Kunsttherapie nach außen sichtbar ausgedrückt. Oft ist es für schwer Traumatisierte schwer bis unmöglich, verbal einen Zugang zu ihren Gefühlen, besonders auch zu schmerzlichen zu finden. Der Zugang zu den eigenen Gefühlen ist jedoch zentral, sowohl für die notwendige Stabilisierung als auch für die Traumabewältigung. Deshalb stellt der kunsttherapeutische Ansatz eine sinnvolle Ergänzung zur Einzeltherapie dar, in der das Hauptmedium die Sprache ist.</p>
<p>Kunsttherapie bietet gute Möglichkeiten, eigene Ressourcen und Fähigkeiten zu entdecken und diese zum Ausdruck zu bringen. Kunsttherapie schafft einen Raum, in dem die Betroffenen angeregt werden, eigene Ideen zu entwickeln und zu gestalten.</p>
<p>Das Gestalten schafft oft Erleichterung und ermöglicht zugleich Distanz. Das ist wichtig, gerade wenn es um schmerzliche Inhalte geht. Hauptziel der Kunsttherapie ist es, die gesunden Anteile zu fördern sowie ihre nonverbalen Ausdruckmöglichkeiten zu steigern.</p>
<p>Mit Wasserfarben, Kreide, Ton oder anderen Materialien lernen die Klienten, sich mit ihren Ängsten, Sehnsüchten, Erinnerungen, Wünschen und anderen Gefühlen auseinander zu setzen. Es öffnen sich neue Freiräume, die nicht an Sprache und Ausdrucksfähigkeit gebunden sind. Tonbatzen können geschlagen werden, um Aggressionen abzubauen oder sie werden zu Figuren geformt, die symbolisch für die Familie oder die eigene Person stehen können. Leuchtende Farben können positive Persönlichkeitsanteile und Stimmungen anschaulich und erlebbar machen. Die Zukunft kann in Bildern „erprobt“ werden. Bilder in Schwarz oder Rot können Bedrohung, Tod, Blut oder Abgründiges zum Ausdruck bringen. Nicht zuletzt gibt es immer wieder Klienten, die in der Kunsttherapie ihr künstlerisches Talent entdecken und sich damit eine neue Ressource im Prozess ihrer Alltags- sowie Traumabewältigung erschließen.</p>
<p>Auch das „Wir-Erleben“ in der Gruppe ist für viele traumatisierten Flüchtlinge ein wichtiger therapeutischer Wirkfaktor, sind doch viele Flüchtlinge in Deutschland nicht nur entwurzelt und heimatlos, sondern leben oft auch sehr isoliert (aufgrund ihrer Wohnsituation im Asylheim, fehlender Arbeit, fehlender Sprachkenntnisse).</p>
<p>Es gibt somit vielfältige Möglichkeiten, neue Ressourcen oder andere Anteile in sich zu entdecken und zum Ausdruck zu bringen, was den Prozess der Stabilisierung sowie Traumabewältigung fördern kann.</p>
<h4>Zusammenfassung:</h4>
<ul>
<li>Förderung von Ressourcen</li>
<li>Förderung der Konzentrationsfähigkeit</li>
<li>Erhöhung der Frustrationstoleranz </li>
<li>Ausagieren und Abbau innerer Spannung ist möglich</li>
<li>Unaussprechlich Erlebtes (z.B. Schmerz, Leid, Gewalt, Angst, innere Not) findet einen bildnerischen Ausdruck</li>
<li>Kennenlernen und Vertiefen von Farberleben</li>
<li>Freude erleben beim Gestalten</li>
<li>Gesehen und verstanden werden über den Ausdruck von Bildern sowie dreidimensionaler Gestaltungen</li>
<li>Erlernen und umsetzen handwerklicher Fähigkeiten</li>
<li>Förderung des Selbstbewusstseins und Steigerung des Selbstvertrauens</li>
<li>Kennenlernen neuer Möglichkeiten</li>
</ul>
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		<title>Jahresberichte</title>
		<link>http://www.bfu-ulm.de/hintergrund/jahresberichte</link>
		<comments>http://www.bfu-ulm.de/hintergrund/jahresberichte#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 20:36:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Rechenschaftsberichte des Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm (BFU) Jahresbericht 2010 Jahresbericht 2009 Bericht 2010 ↑ 1. Patienten Im Berichtsjahr 2010 wurden im Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm (BFU) einschließlich der Nebenstelle in Ludwigsburg 126 Patienten aus 26 Staaten behandelt und betreut. Der Frauenanteil unter den Patienten betrug 47,6%, das Durchschnittsalter lag bei 33,2 Jahre. Im Berichtszeitraum wurden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 id="top">Rechenschaftsberichte des Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm (BFU)</h2>
<ul>
<li><a href="#jahresbericht-2010">Jahresbericht 2010</a></li>
<li><a href="#jahresbericht-2009">Jahresbericht 2009</a></li>
</ul>
<h3 id="jahresbericht-2010">Bericht 2010 <span class="go-to-top"><a href="#top" title="Zurück zur Inhaltsübersicht">↑</a></span></h3>
<h4>1. Patienten</h4>
<p>Im Berichtsjahr 2010 wurden im Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm (BFU) einschließlich der Nebenstelle in Ludwigsburg 126 Patienten aus 26 Staaten behandelt und betreut. Der Frauenanteil unter den Patienten betrug 47,6%, das Durchschnittsalter lag bei 33,2 Jahre.</p>
<p>Im Berichtszeitraum wurden drei Patientengruppen betreut (Mehrfachnennungen möglich):</p>
<ul>
<li>Folter-, „Stasi-„ und Bürgerkriegsopfer: 106 Patienten (84,1%)</li>
<li>Akuttrauma: 14 Patienten (11,1%)</li>
<li>Kinderkunsttherapie (deutsche und ausländische traumatisierte Kinder zwischen 9 und 17 Jahren): 21 Patienten (16,7%)</li>
</ul>
<h5>Herkunftsländer</h5>
<p>Die beiden Hauptherkunftsländer der Patienten waren die Türkei (18,3%; n=23), wobei es sich ausnahmslos um Kurden handelte, und das Kosovo (18,3%; n=23). Die weiteren Herkunftsländer waren: Irak (9,5%; n=12), Nigeria (8,7%; n=11), Kamerun (4,0%; n=5), Algerien (4,0%; n=5), Sierra Leone (3,2%; n=4), Pakistan (2,4%; n=3), Afghanistan, Eritrea, Albanien, Gambia, Togo (je 1,6%; n=2), Aserbaidschan, Bosnien, Georgien, Kroatien, Kongo, Liberia, Marokko, Serbien, Sudan, Syrien, Vietnam (je 0,8%; n=1). 12,7% (n=16) waren Deutsche, darunter 1 „Stasi“-Opfer, 13 Akuttraumatisierte und 2 deutsche Kinder.</p>
<h5>Behandlung</h5>
<p>Insgesamt wurden in Ulm und in der Nebenstelle Ludwigsburg 126 Patienten betreut. In Ulm wurden die Patienten vor allem psychotherapeutisch behandelt, aber auch teilweise psychosozial unterstützt. In Ludwigsburg wurden die Patienten vor allem psychosozial begleitet und bei ihrer Integration gefördert. Es wurden insgesamt 121 Patienten (96%) längerfristig psychotherapeutisch behandelt. 112 erwachsene Patienten (88,9%) (d.h. die im Berichtszeitraum neu aufgenommenen Patienten) wurden diagnostisch untersucht. Anschließend wurde bei 87 Patienten (77,7%) begonnen, psychotherapeutisch zu arbeiten. 9 erwachsene Patienten (7,1%) waren zusätzlich in Kunsttherapie und 9 Patienten (7,1%) in medizinischer Therapie (in Ludwigsburg). Psychosoziale Unterstützung erhielten 57 Patienten (45,2%) in Form von sozialer Beratung, 35 Patienten (27,8%) durch Unterstützung bei Behörden, 19 Patienten (15,1%) durch Vermittlung in Ausbildung/ Beruf, 18 Patienten (14,3%) durch stützende Begleitung, 16 Patienten (12,7%) durch Integrationsarbeit, 9 Patienten (7,1%) durch Vermittlung einer Wohnung, 5 Patienten (4%) durch Familienzusammenführung und 5 Patienten (4%) durch Beratung vor der Anhörung beim Bundesamt. In der Ulmer Hauptstelle wurde zudem bei 21 Kindern eine Kunsttherapie durchgeführt, meist wurden die Kinder von niedergelassenen Kinderärzten und Kinderpsychiatern an uns vermittelt.</p>
<p>Die Anzahl der Patienten sowie die Anzahl der Akuttrauma-Patienten von 2010 war mit 118 bzw. 14 Patienten vergleichbar wie in 2009. Die Anzahl der Akuttrauma-Patienten war mit 14 Patienten vergleichbar wie in 2009 (15 Patienten). Die meisten Akuttrauma-Therapien konnten in der Regel nach kurzer Zeit erfolgreich abgeschlossen werden. Bei den chronifizierten und komplex traumatisierten Folter- und Bürgerkriegsopfern hingegen ist eine längerfristige Therapie notwendig.</p>
<p>Da die Deutschkenntnisse bei vielen Patienten für die Durchführung einer Psychotherapie nicht ausreichend sind, wird überwiegend mit Hilfe von Dolmetschern gearbeitet. Dies war 2010 bei 61% aller Therapien erforderlich.</p>
<h5>Zugangswege</h5>
<p>Der Zugang zum BFU erfolgte im Wesentlichen über Ärzte, Kliniken, Gesundheitsämter (30%), Bekannte/ Verwandte (23,8%), Beratungsstellen (20,6%), Kommunalbehörden (9,5%), Selbst (7,9%), Rechtsanwälte (1,6 %), ai – AK Asyl/ Flüchtlingsorganisationen (1,6%), Sonstige (2,4%).</p>
<h5>Aufenthaltssituation</h5>
<p>Von den Patienten mit Migrationshintergrund (n=111) hatten 2010 knapp 2/3 keinen gesicherten Aufenthalt: 29,0% waren Asylerstantragssteller, 26,9% stellten Asylfolgeanträge (d.h. aktuelle Duldung) und 7,5% standen sogar vor einer Abschiebung. Nur 15,1% hatten eine Aufenthaltserlaubnis (Anerkennung des Asyls oder meist krankheitsbedingter Aufenthalt), 7,5% waren Kontingentflüchtlinge.</p>
<p>Weitere Einzelheiten finden Sie unter <a href="/hintergrund/statistik">Statistik</a>.</p>
<h4>2. Arbeitskreis Menschenrechtsbildung Ulm</h4>
<p>Das BFU ist Gründungsmitglied des Arbeitskreis Menschenrechtsbildung Ulm (AK MRB). Der AK-MRB ist ein Zusammenschluss von 8 Ulmer Menschenrechtsorganisationen. Das Ziel des AK liegt darin, möglichst viele Schüler in Ulm und um Ulm herum zu erreichen, um beispielsweise Unterrichtseinheiten zum Thema Menschenrechte durchzuführen. Menschenrechtsbildung soll seit der Empfehlung der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2000 stärker im Schulunterreicht verankert werden. Hintergrund des Engagements ist die geringe Neigung unter den Ulmer Jugendlichen, die Demokratie als schützenswertes Gut anzusehen (nur 20% der Jugendlichen Ulmer sehen lt. Ulmer Jugendstudie diese als schutzwürdig an). Deshalb bietet der AK-MRB Ulm Schulbesuche und Veranstaltungen an ausgewählten Orten in Ulm sowie eine Vielzahl von Modulen mit Unterrichtseinheiten der Ulmer Menschenrechtseinrichtungen an. Im Jahr 2010 konnten so 200 Schüler erreicht werden. Der Arbeitskreis erhielt 2010 den „Ulmer Friedenspreis“ des Ulmer Vereins für Friedensarbeit. Dieser Preis ist mit 1000 € dotiert.</p>
<p>Weitere Informationen finden Sie unter: <a href="http://www.ulmer-menschenrechtsbildung.de">www.ulmer-menschenrechtsbildung.de</a></p>
<h4>3. Weitere Entwicklungen im und um das BFU herum</h4>
<h5>Beirat</h5>
<p>Der Beirat (2009 gegründet) tagte im Jahr 2010 zwei Mal. Er setzt sich aus Vertretern der Universität Ulm, des Flüchtlingsrats Ulm/Alb-Donau-Kreis e.V. und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und der deutschen Sektion von amnesty international und des REHA-Vereins zusammen. Ziel des Beirats ist die Beratung und Unterstützung der Leitung des BFU in finanzieller und politischer Hinsicht.</p>
<h5>Die Arbeit des Fördervereins des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm</h5>
<p>Ende 2009 bildete sich ein Kreis von Freunden des BFU mit dem Ziel, einen Förderverein des BFU (FV) aus der Taufe zu heben, um die immer wieder angespannte Finanzsituation des BFU bessern zu helfen. Der „Förderverein des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm e.V.“ ist im April 2010 beim Registergericht Ulm als gemeinnütziger und mildtätiger Verein eingetragen worden und hat mittlerweile 30 Mitglieder. Der FV konnte bereits einige Veranstaltungen als wertvolle Beiträge für die Öffentlichkeitsarbeit des BFU organisieren, darunter die gut besuchten Benefizkonzerte mit dem DC Jazz Lab am 08. August und mit dem Mikail Aslan Ensemble am 01. Oktober. In Zusammenarbeit mit dem BFU und Amnesty International Ulm konnten 2010 über 50 Vorträge in Baden-Württemberg und Bayern organisiert werden. Darüber hinaus war der Förderverein bei weiteren rund 60 Veranstaltungen durch Infostände präsent.</p>
<p>Wir freuen uns über weitere Mitglieder im Förderverein &#8211; weitere Informationen und ein Beitrittsformular finden Sie unter: <a href="http://www.foerderverein-bfu-ulm.de">www.foerderverein-bfu-ulm.de</a></p>
<h5>Die Website des BFU</h5>
<p>Die Website des BFU wurde 2009 und 2010 komplett überarbeitet und deutlich ausgeweitet (Redaktion: Urs Fiechtner und Patrick Mosby). Dort findet sich eine Fülle von Informationen zu den Themen Trauma, Folter, Behandlung von Folteropfern im BFU, Geschichte und Gegenwart der Folter, Fallbeispiele, Bezüge zur deutschen Geschichte, Literaturhinweise, Möglichkeiten zur Mitarbeit und vieles mehr. Das Ziel der Überarbeitung und stetigen Aktualisierung der Website ist es, den Internetauftritt zu einem nachhaltigen Mittel für die Öffentlichkeitsarbeit und die Spendenwerbung des BFU zu machen und gleichzeitig fundierte Informationen zum Thema bereit zu stellen. Inzwischen umfasst die Website umgerechnet rund 280 Buchseiten und verzeichnet seit ihrem Neustart ein stetig wachsendes Interesse: während im Jahr 2008 noch 5.702 Besucher/innen die Website des BFU aufgerufen haben, konnten im Jahr 2010 bereits 28.071 Besucher/innen registriert werden. Für 2011 rechnen wir mit weiterhin ansteigenden Besucherzahlen.</p>
<h5>Fachliche Einbindung des BFU</h5>
<ul>
<li>aktives Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft „Folterüberlebende in Baden-Württemberg“</li>
<li>Gründungsmitglied der BAfF (Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V.)</li>
<li>Mitglied des Flüchtlingsrats Ulm/Alb-Donau-Kreis e.V.</li>
<li>Mitglied des Arbeitskreis Menschrechtsbildung Ulm</li>
<li>Mitglied der Gesprächsrunde der Menschenrechtsbeauftragten der Landesärztekammer Baden-Württemberg</li>
<li>Mitglied in der AG West / Ulm</li>
</ul>
<h4>4. Veranstaltungen des BFU im Jahr 2010</h4>
<p>Im Jahr 2010 wurden unter Beteiligung von Mitarbeitern des BFU 47 Veranstaltungen mit ca. 3.250 Besuchern durchgeführt. Die meisten Veranstaltungen dienten der Sensibilisierung und Information der Öffentlichkeit. Dabei wurde durch Vorträge, Workshops, Lesungen und Informationsstände über Menschenrechte, Folter und das BFU im Speziellen informiert (ca. 40 Veranstaltungen). Des Weiteren wurden zwei Benefizkonzerte sowie vier Konzertlesungen zusammen mit dem Förderverein des BFU organisiert (s.o.). Im Rahmen der Gründung des Fördervereins, des 15 jährigen Bestehens des BFU und der Verleihung des Ulmer Friedenspreises fanden weitere Veranstaltungen statt. Hauptveranstaltungsorte waren Schulen, Universitäten und öffentliche Orte (z.B. Volkshochschule, Büchereien).</p>
<h4>5. Mitarbeiter im Jahr 2010</h4>
<p>Die Leitung des BFU ist unterteilt in die Therapeutische Leitung (Psychologische Psychotherapeutin; angestellt) und die Organisatorische Leitung (Politologe; angestellt).</p>
<p>Die Versorgung der Patienten wurde darüber hinaus durch 8 weitere Psychotherapeuten (eine Ärztin sowie PsychologInnen) und 2 KunsttherapeutInnen (Honorarkräfte) sichergestellt. Des Weiteren gab es eine angestellte Verwaltungskraft. Auf Honorarbasis arbeiteten zudem ein Web-Master und ein Mitarbeiter für Finanzakquise und Öffentlichkeitsarbeit. Es gab einen externen Supervisor (Professor der Universität Ulm) für die Psychotherapeuten und eine externe Supervisorin für die Kunsttherapeuten. Die Arbeit wurde in der Hauptstelle Ulm von 2 ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt. In der Nebenstelle Ludwigsburg gab es eine Leiterin und 3 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen.</p>
<h4>6. Finanzen</h4>
<p>Das BFU wurde im Jahr 2010 finanziell gefördert durch den Europäischen Flüchtlingsfonds (EFF) (ca. 25%), die Deutsche Sektion von Amnesty International (ca. 20%), die UNO-Flüchtlingshilfe e.V. (ca. 5%), Stiftungen (5 %) und von Spendern und Förderern (ca. 20%). Eine Finanzierung der Therapien erfolgte u.a. über Krankenkassen (gemäß §13,2 SGB V), die örtlichen Sozialhilfeträger (gemäß §§ 4 und 6 AsylbLG) und über Berufsgenossenschaften (ca. 25%).</p>
<p>Im Jahr 2010 standen einem Aufwand in Höhe von 248.830 € Erlöse von 238.400 € gegenüber. Der Jahresfehlbetrag betrug 10.430 €.</p>
<h4>7. Danksagungen</h4>
<p>Unser besonderer Dank für ihre vielfältige persönliche, finanzielle und ideelle Unterstützung der Arbeit des BFU geht an</p>
<p>Roland Vogel (amnesty international), Urs Fiechtner, Hanna Schirovsky, Lothar Heusohn, Harm Senne, Katja Mayrhöfer, Mario Stahr, Dr. Karl Holdick, Beate Merx (radio7 Drachenkinder e.V.), Dr. Götz Hartung, Samy Wiltschek, Kath. Gesamtkirchengemeinde Ulm, Gudula Dinkelbach, Reinhard Köhler (Verein für Friedensarbeit Ulm e.V.), Dr. Ulrich Vollmer, Susan Stuart, Dr. Helmut Zehender, Ingrid Grohe, Helmut Göhring, Karl-und-Maria-Maier-Stiftung, children-for-a-better-world, Dorotheen-Stiftung, Norbert Schwinn, Evang.-Luth. Kirchengemeinde Neu-Ulm, Adelheid Gerbig, Hartmut Noerpel-Schneider, Eberhard Wolf, Weltladen Göppingen, Kath. Kirchengemeinde St.-Andreas Blaustein, Leslie ter-Jung, Andreas Link, Partnerschaft Dritte Welt e.V., Ulrike Huenigen-Meinel, Dr. Stefan Labouvie, Klaus und Ulla Merkle, Albert Hierling, Dr. Werner Grimm, Dr. Eckhard Hölscher, Peter Benkesser, Gisela Jöster, Oliver Hauff.</p>
<p>&nbsp;<br />
<h3 id="jahresbericht-2009">Bericht 2009 <span class="go-to-top"><a href="#top" title="Zurück zur Inhaltsübersicht">↑</a></span></h3>
<h4>1. Patienten</h4>
<p>Im Berichtsjahr 2009 wurden im Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm (BFU) einschließlich der Nebenstelle in Ludwigsburg 118 Patienten aus 21 Staaten behandelt und betreut. Der Frauenanteil unter den Patienten betrug 58,5%, das Durchschnittsalter 30,7 Jahre.</p>
<p>Im Berichtszeitraum wurden drei Patientengruppen behandelt und betreut (Doppelnennungen möglich):</p>
<ul>
<li>Folteropfer und Bürgerkriegsopfer: 91 Patienten</li>
<li>Akuttrauma- und Missbrauchsopfer: 27 Patienten</li>
<li>Kinder (darunter Missbrauchsopfer: Kinderkunsttherapie): 20 Patienten</li>
</ul>
<p>Haupherkunftsland der Patienten war erneut die Türkei, wobei es sich ausnahmslos um Kurden aus der Türkei handelte (22,1%), gefolgt von Deutschland (20,3%) und dem Kosovo (16,1%). Die Deutschen Patienten waren keine Folteropfer, sondern Patienten im Rahmen unseres neuen therapeutischen Angebots für Akuttraumatisierte Deutsche und Menschen mit Migrationshintergrund. Die weiteren Herkunftsländer waren: Irak (7,6%), Kamerun (3,4%) Algerien (2,5%), Sierra Leone, Albanien, China, Eritrea, Iran, Libanon (je 1,7%), sowie Patienten aus weiteren 9 Staaten.</p>
<p>Bei 68 erwachsenen Patienten in der Ulmer Hauptstelle wurde im Berichtszeitraum eine ausführliche Diagnostik durchgeführt. Bei 20 Kindern in der Ulmer Hauptstelle wurde eine Kunsttherapie durchgeführt, meist kamen die Kinder von niedergelassenen Kinderärzten und Kinderpsychiatern zu uns. Insgesamt 109 Patienten – darunter viele aus dem Vorjahr, befanden sich in längerfristiger therapeutischer Behandlung. Bei 84 Patienten wurde eine Psychotherapie durchgeführt, bei 18 Patienten eine Kunsttherapie, 11 Patienten wurden in der Nebenstelle Ludwigsburg medizinisch betreut. 45 Patienten erhielten soziale Beratung, 24 eine Vermittlung in Ausbildung/Beruf (v.a. in der Nebenstelle Ludwigsburg), bei 23 wurden Integrationsarbeit durchgeführt (v.a. Nebenstelle LB). Bei 32 Patienten erfolgte eine Unterstützung bei Behörden.</p>
<p>Der Zugang erfolgte im wesentlichen über Ärzte, Kliniken, Gesundheitsämter (27,1%), Bekannte/Verwandte (20,3%), Beratungsstellen (17,8%), Kommunal-behörden (11,9%), Selbst (5,1%), Rechtsanwälte (4,1 %), ai/Flüchtlings-organisationen (3,4%), Sonstige (8,4%). Etwa 65% der Patienten hatten keinen gesicherten Aufenthalt. 23 Patienten, denen ein Aufenthaltsrecht zuerkannt worden war, erhielten umfangreiche Unterstützung bei der Integration in die deutsche Gesellschaft.</p>
<p>Die Anzahl der Patienten ist 2009 trotz anhaltendem Bedarf gegenüber 2008 (145 Patienten) etwas zurückgegangen. Dies steht in engem Zusammenhang mit der Reduktion der Arbeit in unserer Nebenstelle in Ludwigsburg, die ausschließlich ehrenamtlich geleistet wirs. Die Mitarbeiterinnen dort haben auch aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters (alle Mitarbeiterinnen sind im Rentenalter) nicht mehr so viel Fallarbeit leisten können wie in den Jahren davor. Die Anzahl der Akuttrauma-Patienten in der Hauptstelle in Ulm lag 2009 bei 27 Patienten (=23%). Die meisten Akuttrauma-Therapien konnten meist nach kurzer Zeit erfolgreich abgeschlossen werden. Auch war die Arbeitsfähigkeit oder Schulfähigkeit der Patienten wieder hergestellt.</p>
<p>Bei den meist chronifiziert und komplex traumatisierten Folter- und Bürgerkriegsopfern dauert die Therapie im BFU meist längere Zeit. Insgesamt konnte im Berichtszeitraum bei 44 Patienten (Folter- und Bürgerkriegsopfer und Akuttrauma-Patienten) die Therapie mit einer deutlichen Besserung des Beschwerdebildes abgeschlossen werden.</p>
<p>Ein besonderes Highlight für die jugendlichen Patienten des BFU war der Aufenthalt von 10 traumatisierten Kindern auf der Finca von Peter Maffay auf Can Lompart auf Mallorca im August 2009. Dieser Aufenthalt erfolgte mit finanzieller Unterstützung durch die Peter-Maffay-Stiftung und TUI. Die Kinder und Jugendlichen wurden therapeutisch betreut von unserer Psychologin, Frau Anke Magill, und unserer Kunsttherapeutin, Frau Regine Schempp. Beide wurden unterstützt von einer Praktikantin und einer teilnehmenden Mutter, deren drei Kinder ebenfalls mitgehen durften. Für viele Kinder war es der erste Urlaub überhaupt, bzw. der erste Urlaub am Meer. Es war nach den Worten der Kinder ein unvergessliches Erlebnis.</p>
<p>Weitere Einzelheiten finden Sie unter <a href="/hintergrund/statistik" title="Statistiken des BFU">Statistik</a>.</p>
<h4>2. EIF-Projekt</h4>
<p>Im Berichtszeitraum wurde ferner das Projekt „Integrationsarbeit mit Migranten/Drittstaatenangehörigen – Demokratie und Politik International“ durchgeführt. Projektpartner waren die Volkshochschule Ulm und Amnesty International Ulm. Ziel dieses Projekts war es:</p>
<ul>
<li>Durch eine aufsuchende Struktur jene Vereine von Drittstaatenangehörigen zu besuchen, die bislang wenig in die Stadtpolitik von Ulm integriert sind (hier: verschiedene kurdische Vereine)</li>
<li>Durch geeignete Themenauswahl deren Interesse an einer stärkeren Vernetzung mit den lokalpolitischen Strukturen Ulms zu befördern</li>
<li>Durch Einbeziehung von Lokalpolitikern in das Projekt die Hemmschwelle zu senken, sich selbständig und aktiv um die eigenen Interessen und Themen bei der Stadtspitze und der Verwaltung zu bemühen</li>
</ul>
<p>Das Projekt war insgesamt erfolgreich. Es wurden 6 größere Veranstaltungen mit 3 größeren kurdisch-türkischen Vereinen Ulms durchgeführt. Dabei konnten 135 Personen/Drittstaatenangehörige erreicht werden. Positiv war, dass hochrangige Vertreter der Ulmer Stadtverwaltung sowie Ulmer Stadträte der SPD und CDU und der Freien Wählergemeinschaft aktiv an diesem Projekt mitwirkten. Die Resonanz der Besucher/kurdischen Vereinsmitglieder war durchweg positiv. Tenor der Veranstaltungen war: „Wir sind froh, dass wir erstmals nach 40 Jahren als Bestandteil der Stadtkultur wahrgenommen werden.“</p>
<h4>3. Arbeitskreis Menschenrechtsbildung Ulm (ESF –Projekt)</h4>
<p>Das BFU ist Gründungsmitglied des Arbeitskreis Menschenrechtsbildung Ulm (AK MRB). Der AK-MRB ist ein Zusammenschluss von 8 Ulmer Menschenrechtsorganisationen und wurde in 2009 von uns im Rahmen eines ESF-Projekts geleitet. Ziel war es, möglichst viele Schüler der Ulmer Weststadt zu erreichen. Menschenrechtsbildung soll seit der Empfehlung der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2000 stärker im Schulunterreicht verankert werden. Hintergrund des Engagements ist die geringe Neigung unter den Ulmer Jugendlichen, die Demokratie als schützenwertes Gut anzusehen (nur 20% der Jugendlichen Ulmer sehen lt. Ulmer Jugendstudie diese als schutzwürdig an). Deshalb bietet der AK-MRB Ulm Schulbesuche und Veranstaltungen an ausgewählten Orten in Ulm sowie eine Vielzahl von Modulen mit Unterrichtseinheiten der Ulmer Menschenrechts-einrichtungen an. Im Rahmen des ESF–Projekts konnten im Berichtszeitraum 600 Schüler erreicht werden. Der Arbeitskreis erhielt 2010 den „Ulmer Friedenspreis“.</p>
<p>Weitere Informationen finden Sie auf: <a href="http://www.ulmer-menschenrechtsbildung.de" title="Ulmer Menschenrechtsbildung">ulmer-menschenrechtsbildung.de</a></p>
<h4>4. Weitere Entwicklungen im und um das BFU herum</h4>
<p>Das BFU wurde im Jahr 2009 gefördert durch den Europäischen Flüchtlingsfonds (EFF), durch den Europäischen Integrationsfonds (EIF), die Deutsche Sektion von Amnesty International, die UNO-Flüchtlingshilfe e.V. sowie von Spendern und Förderern. Eine Finanzierung der Therapien erfolgte u.a. über Krankenkassen (§13,2 SGB V), die örtlichen Sozialhilfeträger (§§ 4 und 6 AsylbLG) sowie über Berufsgenossenschaften und Stiftungsmittel.</p>
<p>Zur Unterstützung des BFU wurde 2009 auf Anregung der Geschäftsleitung des Trägers des BFU (REHA-Verein für soziale Psychiatrie Donau-Alb e.V.) ein Beirat gebildet. Dieser setzte sich zunächst aus Vertretern der Universität Ulm, des Flüchtlingsrats Ulm/Alb-Donau-Kreis e.V. und des Paritätischen Wohlfahrtsverbands zusammen. Ziel des Beirats ist die Beratung der Leitung des BFU in finanzieller und politischer Hinsicht.</p>
<p>Ende 2009 bildete sich ein Kreis von Freunden des BFU mit dem Ziel, einen Förderverein des BFU aus der Taufe zu heben, um die immer wieder angespannte Finanzsituation des BFU bessern zu helfen. Der „Förderverein des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm e.V.“ ist im April 2010 beim Registergericht Ulm als gemeinnütziger und mildtätiger Verein eingetragen worden. Er hat mittlerweile 30 Mitglieder. Weitere Informationen zum Förderverein des BFU: <a href="http://www.foerderverein-bfu-ulm.de" title="Förderverein BFU">foerderverein-bfu-ulm.de</a></p>
<p>Die Website des BFU wurde in 2009 und 2010 inhaltlich komplett überarbeitet und deutlich ausgeweitet. Insgesamt finden sich Informationen zum Thema Trauma, Folter, Behandlung von Folteropfern im BFU, Geschichte und Gegenwart der Folter, Fallbeispiele, Bezüge zur deutschen Geschichte, Literaturhinweise, Möglichkeiten zur Mitarbeit und vieles mehr. Zur Zeit umfasst die Website umgerechnet rund 250 Buchseiten und verzeichnet seit Ende 2009 stetig steigende Besucherzahlen.</p>
<p>Das BFU ist aktives Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft „Folterüberlebende in Baden-Württemberg“, der BAFF (Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V.) und des Flüchtlingsrats Ulm/Alb-Donau-Kreis e.V., des AK-MRB (vgl. oben) sowie in verschiedenen Fachorganisationen vertreten:</p>
<h4>Mitarbeiter im Jahr 2009</h4>
<ol>
<li>Dipl. Psych. Gerlinde Dötsch (Therapeutische Leitung, angestellt bis 9.2009 wegen Pensionierung, ab 10.2009 als Honorarkraft tätig)</li>
<li>Frau Dr. habil. Regina Kurth (Therapeutische Leitung, angestellt ab 12.2009)</li>
<li>Manfred Makowitzki MA (Organisatorische Leitung)</li>
<li>Prof. Dr. Harald C. Traue (Supervisor)</li>
<li>Dipl. Psych. Anke Magill (Psychologische Psychotherapeutin VT, bis 10.2009)</li>
<li>Dipl. Psych. Silvia Grabowski-Pamlitschka (Psychologische Psychotherapeutin /Honorarkraft)</li>
<li>Dipl. Psych. Nicole Leißner (Psychologin, Honorarkraft)</li>
<li>Dipl. Psych. Helmut Göhring (Psychologe, Honorarkraft)</li>
<li>Heidi Gauch (Leitung der Nebnestelle Ludwigsburg, Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, ehrenamtlich)</li>
<li>Cordula Gestrich (Gestalttherapeutin, Honorarkraft)</li>
<li>Karsten Kretschmer (Kunsttherapeut, Honorarkraft)</li>
<li>Regine Schempp (Kunsttherapeutin, Honorarkraft)</li>
<li>Christa Speidel (Verwaltungskraft, angestellt)</li>
<li>Dr. Ulrike Diem (Nebenstelle Ludwigsburg, ehrenamtlich)</li>
<li>Adelheid Garten (Nebenstelle Ludwigsburg, ehrenamtlich</li>
<li>Christa Rösch (Nebenstelle Ludwigsburg, ehrenamtlich)</li>
</ol>
<h4>Finanzen</h4>
<p>Im Jahr 2009 standen einem Aufwand in Höhe von 252.983,70€, Erlöse von 237.245,26€ gegenüber.</p>
<p>Der Jahresfehlbetrag betrug -15.738,44 €.</p>
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		<title>Ehrenamt</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 20:09:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Ehrenamt Das BFU ist auf ehrenamtliche Hilfe angewiesen und dankbar für jede Form der Unterstützung. Wie viel Zeit Sie dafür aufbringen können, entscheiden Sie selbst, auch die verschiedenen Aufgabengebiete sind frei wählbar Falls Sie das BFU durch ehrenamtliche Arbeit unterstützen wollen, gibt es dafür die folgenden Wege: Der Förderverein für das BFU freut sich über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Ehrenamt</h2>
<p> Das BFU ist auf ehrenamtliche Hilfe angewiesen und dankbar für jede Form der Unterstützung. Wie viel Zeit Sie dafür aufbringen können, entscheiden Sie selbst, auch die verschiedenen Aufgabengebiete sind frei wählbar Falls Sie das BFU durch ehrenamtliche Arbeit unterstützen wollen, gibt es dafür die folgenden Wege:</p>
<ul>
<li>Der Förderverein für das BFU freut sich über Mitglieder, die aktiv Aufgaben für	den Verein übernehmen können, so zum Beispiel in der Öffentlichkeitsarbeit, beim Fundraising, bei der Vorbereitung von Veranstaltungen u.v.m. Informationen über die Treffen des Fördervereins finden Sie auf dieser Website unter <a href="/aktuelles" title="BFU Aktuelles">Aktuelles</a>. Wenn Sie dem Förderverein beitreten wollen, verwenden Sie bitte das <a href="/dateien/BFU_Mitgliedschaft_Foerderverein.pdf" title="BFU Beitrittsformular">BEITRITTSFORMULAR</a>. Wenn Sie Fragen oder Anregungen an den Förderverein haben, schicken Sie bitte eine Mail an: <a href="mailto:foerderverein@bfu-ulm.de">foerderverein@bfu-ulm.de</a></li>
<li>Als ehrenamtliche/r Mitarbeiter/in im BFU können Sie unsere Arbeit unterstützen, indem Sie einige Stunden im Monat Aufgaben in der Verwaltung des Behandlungszentrums übernehmen, zum Beispiel im Bereich der allgemeinen 	Öffentlichkeitsarbeit. Wenn Sie im BFU ehrenamtlich mitarbeiten wollen, schicken Sie uns bitte eine Mail an: <a href="kontakt@bfu-ulm.de">kontakt@bfu-ulm.de</a> oder benutzen das <a href="/kontakt" title="BFU Kontakt">Kontaktformular</a>.</li>
<li>Amnesty International in Ulm hat entscheidend zur Gründung des BFU 1995 beigetragen und unterstützt unsere Arbeit seitdem. Für die enge Kooperation zwischen Amnesty, dem BFU und dem Förderverein sind neue Mitglieder immer willkommen. Falls Sie bei Amnesty mitarbeiten wollen, besuchen Sie einfach die (öffentlichen) Gruppentreffen an jedem Montag ab 20 Uhr im Ulmer Amnesty-Büro in der Ensingerstr. 21 (Einen Lageplan finden Sie auf <a href="http://www.amnesty-ulm.de" title="Amnesty International Ulm">www.amnesty-ulm.de</a>) oder schreiben eine E-Mail an: <a href="mailto:kontakt@amnesty-ulm.de">kontakt@amnesty-ulm.de</a></li>
</ul>
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		<title>Jobs</title>
		<link>http://www.bfu-ulm.de/jobs</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 19:56:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Übersetzer/innen Das Behandlungszentrum hat Patienten/innen aus vielen unterschiedlichen Kulturen und daher einen ständigen Bedarf an Übersetzerinnen und Übersetzern, insbesondere für die mündliche Kommunikation zwischen Patienten und Therapeuten, gelegentlich auch für die schriftliche Übertragung fremdsprachiger Dokumente ins Deutsche. Wir freuen uns, wenn Sie sich in die Übersetzer/innen – Kartei des BFU eintragen lassen möchten. Bitte schicken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Übersetzer/innen</h2>
<p>Das Behandlungszentrum hat Patienten/innen aus vielen unterschiedlichen Kulturen und daher einen ständigen Bedarf an Übersetzerinnen und Übersetzern, insbesondere für die mündliche Kommunikation zwischen Patienten und Therapeuten, gelegentlich auch für die schriftliche Übertragung fremdsprachiger Dokumente ins Deutsche.</p>
<p>Wir freuen uns, wenn Sie sich in die Übersetzer/innen – Kartei des BFU eintragen lassen möchten. Bitte schicken Sie Ihre Unterlagen per Post an die unter <a href="/kontakt" title"BFU Kontakt">Kontakt</a> genannte Adresse oder per E-Mail an kontakt@bfu-ulm.de.<br/>Telefon: 0731 / 22836</p>
<p>Eine Übersicht über die Haupt-Herkunftsländer unserer Patienten finden Sie auf diesen Seiten unter <a href=/hintergrund/statistik title="BFU Statistik">Hintergrundinfos &#8211; Statistik</a>. Aktuell suchen wir insbesondere Übersetzer/innen für Urdu.</p>
<p>Bitte tragen Sie sich jedoch auch dann in unsere Kartei ein, wenn Ihr Sprachraum noch nicht in der aktuellen Liste der Herkunftsländer unserer Klienten vertreten ist.</p>
<p>Die Vergütung erfolgt über Stundensätze.</p>
<p>Zu den Anforderungen gehören:</p>
<ul>
<li>sehr gute Sprachkenntnisse in beiden Sprachen</li>
<li>Erfahrung mit mündlichen Übersetzungen sowie die Fähigkeit zu schriftlichen Übersetzungen ins Deutsche</li>
<li>Teamfähigkeit in der Zusammenarbeit mit Therapeuten/innen</li>
<li>Diskretion und Respekt vor der ärztlichen Schweigepflicht, die auch für Übersetzer/innen gilt.</li>
<li>psychische Stabilität angesichts schwerer traumatischer Erfahrungen, von denen Patienten berichten und mit denen man bei der Übersetzerarbeit konfrontiert werden kann.</li>
<li>Fähigkeit zu Selbstreflexion, Empathie und Abgrenzung gegenüber Patienten, aber auch gegenüber Kollegen</li>
<li>Einfache verwaltungstechnische Kenntnisse, wie z.B. Schreibarbeiten am Computer für gelegentliche schriftliche Übersetzungen</li>
</ul>
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		<title>100 Gesichter für das BFU</title>
		<link>http://www.bfu-ulm.de/100-gesichter-fur-das-bfu</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 20:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[100 Gesichter für das BFU Jahresversammlung von Amnesty International in Magdeburg &#8211; Delegierte zeigen ihre Unterstützung für das BFU Auf der diesjährigen Jahresversammlung der deutschen Sektion von Amnesty International bekräftigten die Delegierten von Gruppen aus dem ganzen Bundesgebiet ihre Unterstützung für die Arbeit des Ulmer Behandlungszentrums für Folteropfer. In einer sehr persönlichen Aktion ließen sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>100 Gesichter für das BFU</h2>
<h3>Jahresversammlung von Amnesty International in Magdeburg &#8211; Delegierte zeigen ihre Unterstützung für das BFU</h3>
<p>Auf der diesjährigen Jahresversammlung der deutschen Sektion von Amnesty International bekräftigten die Delegierten von Gruppen aus dem ganzen Bundesgebiet ihre Unterstützung für die Arbeit des Ulmer Behandlungszentrums für Folteropfer. In einer sehr persönlichen Aktion ließen sich viele Teilnehmer der Jahresversammlung, des höchsten Organs von Amnesty in Deutschland, für die spontan entstandene Aktion „100 Gesichter für das BFU“ fotografieren, um mit diesen Bildern ihre Anerkennung für die in den vergangenen 15 Jahren geleistete Arbeit des Behandlungszentrums und die Unterstützung aus ihren Städten für die Weiterarbeit des BFU zu dokumentieren.</p>
<p>Die Gründung des Ulmer Behandlungszentrums (1995) geht auf eine Initiative von Amnesty International Ulm zurück, seitdem wird das BFU von Amnesty unterstützt.</p>
<p><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/14.jpg" alt="14.jpg" title="14.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/1.jpg" alt="1.jpg" title="1.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/100.jpg" alt="100.jpg" title="100.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/10.jpg" alt="10.jpg" title="10.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/12.jpg" alt="12.jpg" title="12.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/11.jpg" alt="11.jpg" title="11.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/151.jpg" alt="15.jpg" title="15.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/13.jpg" alt="13.jpg" title="13.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/16.jpg" alt="16.jpg" title="16.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/17.jpg" alt="17.jpg" title="17.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/18.jpg" alt="18.jpg" title="18.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/19.jpg" alt="19.jpg" title="19.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/2.jpg" alt="2.jpg" title="2.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/20.jpg" alt="20.jpg" title="20.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/21.jpg" alt="21.jpg" title="21.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/22.jpg" alt="22.jpg" title="22.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/23.jpg" alt="23.jpg" title="23.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/24.jpg" alt="24.jpg" title="24.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/25.jpg" alt="25.jpg" title="25.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/26.jpg" alt="26.jpg" title="26.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/27.jpg" alt="27.jpg" title="27.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/28.jpg" alt="28.jpg" title="28.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/29.jpg" alt="29.jpg" title="29.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/3.jpg" alt="3.jpg" title="3.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/30.jpg" alt="30.jpg" title="30.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/31.jpg" alt="31.jpg" title="31.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/32.jpg" alt="32.jpg" title="32.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/33.jpg" alt="33.jpg" title="33.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/34.jpg" alt="34.jpg" title="34.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/35.jpg" alt="35.jpg" title="35.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/36.jpg" alt="36.jpg" title="36.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/37.jpg" alt="37.jpg" title="37.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/38.jpg" alt="38.jpg" title="38.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/39.jpg" alt="39.jpg" title="39.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/4.jpg" alt="4.jpg" title="4.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/40.jpg" alt="40.jpg" title="40.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/41.jpg" alt="41.jpg" title="41.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/42.jpg" alt="42.jpg" title="42.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/43.jpg" alt="43.jpg" title="43.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/44.jpg" alt="44.jpg" title="44.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/45.jpg" alt="45.jpg" title="45.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/46.jpg" alt="46.jpg" title="46.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/47.jpg" alt="47.jpg" title="47.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/48.jpg" alt="48.jpg" title="48.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/49.jpg" alt="49.jpg" title="49.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/5.jpg" alt="5.jpg" title="5.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/50.jpg" alt="50.jpg" title="50.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/51.jpg" alt="51.jpg" title="51.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/52.jpg" alt="52.jpg" title="52.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/53.jpg" alt="53.jpg" title="53.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/54.jpg" alt="54.jpg" title="54.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/55.jpg" alt="55.jpg" title="55.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/56.jpg" alt="56.jpg" title="56.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/57.jpg" alt="57.jpg" title="57.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/58.jpg" alt="58.jpg" title="58.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/59.jpg" alt="59.jpg" title="59.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/6.jpg" alt="6.jpg" title="6.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/60.jpg" alt="60.jpg" title="60.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/61.jpg" alt="61.jpg" title="61.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/62.jpg" alt="62.jpg" title="62.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; 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float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/69.jpg" alt="69.jpg" title="69.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/7.jpg" alt="7.jpg" title="7.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/70.jpg" alt="70.jpg" title="70.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/71.jpg" alt="71.jpg" title="71.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:right;" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/72.jpg" alt="72.jpg" title="72.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; float:left; margin-right: 10px" /><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/73.jpg" alt="73.jpg" title="73.jpg" border="0" width="190" height="305" style="margin-bottom: 20px; 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		<title>Presse</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 19:15:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Presse Rundbrief Weihnachten 2011 Liebe Spender und Förderer,liebe Freunde des BFU, wir blicken auf ein arbeitsreiches aber auch sehr erfolgreiches Jahr 2011 im Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm zurück. Für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement danken wir Ihnen herzlich und hoffen, dass Sie durch unseren Weihnachtsbrief einen guten Einblick in die Ereignisse und Entwicklungen des BFU [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Presse</h2>
<h3>Rundbrief Weihnachten 2011</h3>
<p>Liebe Spender und Förderer,<br />liebe Freunde des BFU,</p>
<p>wir blicken auf ein arbeitsreiches aber auch sehr erfolgreiches Jahr 2011 im Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm zurück. Für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement danken wir Ihnen herzlich und hoffen, dass Sie durch unseren Weihnachtsbrief einen guten Einblick in die Ereignisse und Entwicklungen des BFU im ablaufenden Jahr bekommen.</p>
<h4>Förderverein des BFU</h4>
<p>Seit seiner Gründung im April 2010 spielt der Förderverein des BFU eine zunehmend wichtige Rolle bei der Öffentlichkeitsarbeit und Finanzakquise des BFUs. Im ablaufenden Jahr vollzogen sich im Förderverein außerdem einige personelle Veränderungen. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 13. April diesen Jahres wurde ein neuer Vorstand gewählt. Herr Harm Senne, dem wir für sein großes Engagement und seinen Einsatz zu tiefem Dank verpflichtet sind, stellte sein Amt des Vorstandsvorsitzenden zur Verfügung. Mit der Wahl von Herrn Dekan Matthias Hambücher (Dekan des Dekanats Ehingen-Ulm und Vorsitzender der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Ulm) gelang es einen nicht minder engagierten und qualifizierten Vorstandsvorsitzenden für den Förderverein des BFU zu gewinnen. Zu den neuen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden wurden Frau Lisa Schanz (Stadträtin in Ulm (SPD), dort u.a. tätig im Fachbereichsausschuss Kultur, Jugendhilfeausschuss, Internationaler Ausschuss), und Herr Otto Frey (Geschäftsführer des Evangelischen Diakonieverbands Ulm/Alb-Donau) neu gewählt. Herr Mario Stahr (Supervisor und Organisationsberater) und Frau Katja Mayrhöfer (Soz. Päd.) wurden als weiteres Vorstandsmitglied bzw. Schatzmeisterin bestätigt. Besonders geholfen hat der Förderverein bei der Stiftungsakquise – ohne deren erfolgreiche Umsetzung in Form von Anträgen und dadurch erhöhten Zuwendungen aus Stiftungen an das BFU für 2011 der weitere Fortbestand des BFU wieder einmal gefährdet gewesen wäre. Der Förderverein zählt aktuell 30 Mitglieder. Es dürfen gerne mehr werden. Bei einem Jahresbeitrag von mind. 30 € können Sie Mitglied im Förderverein werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit der aktiven Mitarbeit in Arbeitskreisen des Fördervereins (z.B. dem AK Fundraising). Aktuelles zum Förderverein finden Sie unter: <a href="http://www.foerderverein-bfu-ulm.de">www.foerderverein-bfu-ulm.de</a>. Wer sich nicht an einen Verein binden möchte, kann – wie bisher – Mitglied in unserem Förderkreis werden. Die Höhe des Mitgliedbeitrags als Förderer im Förderkreis ist frei wählbar. Die zugehörigen Formulare finden Sie unter <a href="http://www.bfu-ulm.de/helfen">Helfen</a>.</p>
<h4>Landesförderung</h4>
<p>Was bis vor einigen Monaten noch undenkbar erschien, wurde mit Verabschiedung des Koalitionsvertrages der neuen Landesregierung von Baden-Württemberg erstmals schriftlich festgehalten. Die Arbeit der Psychosozialen Zentren in Baden-Württemberg (PSZ) wird von politischer Seite offiziell anerkannt und dies soll sich auch in finanzieller Hinsicht niederschlagen. Angedacht ist, dass die fünf PSZ in den Genuss einer jährlichen Förderung durch Landesmittel kommen. Die endgültige Entscheidung in welcher Höhe die Förderung ausfallen wird, fällt jedoch erst nach Abschluss der Haushaltsberatungen Anfang des nächsten Jahres. Entsprechend der Höhe der Förderung bedeutete dies eine Entlastung in Bezug auf die alljährliche Sicherstellung der Finanzierungsgrundlage des BFU. Die großen Ressourcen, die momentan für die Finanzakquise aufgewendet werden und bei einer fortbestehenden unsicheren Finanzierungsgrundlage dauerhaft gebunden wären, könnten dann verstärkt der unmittelbaren Patientenarbeit zu Gute kommen. Wir danken in diesem Zusammenhang besonders den Mitgliedern der SPD- Landtagsfraktion, den Mitgliedern der Fraktion der DIE GRÜNEN im Landtag sowie den Mitarbeitern des Integrationsministeriums für die große Unterstützung unseres Antrags auf Landesförderung für die PSZ in Baden-Württemberg!</p>
<h4>Der Internetauftritt des BFU</h4>
<p>Die Website des BFU wurde in den Jahren 2009 und 2010 vollständig neu aufgebaut und ausgeweitet, seitdem wird sie regelmäßig aktualisiert und mit neuen Themen ergänzt. Die Redaktion liegt bei Urs Fiechtner und Patrick Mosby. Mit der regelmäßigen Überarbeitung, Ergänzung und stetigen Aktualisierung der Website streben wir an, unseren Internetauftritt zu einem nachhaltigen Mittel für die Öffentlichkeitsarbeit und für die Spendenwerbung des BFU zu machen und gleichzeitig fundierte Informationen zum Thema bereit zu stellen. Insgesamt findet sich dort heute eine Fülle von Informationen zu den Themen Trauma, Folter, Behandlung von Folteropfern im BFU, Geschichte und Gegenwart der Folter, Fallbeispiele, Bezüge zur deutschen Geschichte, Literaturhinweise, Möglichkeiten zur Mitarbeit und vieles mehr. Inzwischen umfasst die Website umgerechnet rund 280 Buchseiten und verzeichnet seit ihrem Neustart stetig wachsendes Interesse: während im Jahr 2008 nur 5.702 Besucher/innen die (alte) Website des BFU aufgerufen hatten, konnten im Jahr 2010 bereits 28.071 Besucher/innen registriert werden, im Jahr 2011 werden es über 40.000 Besucher/innen sein. Wir freuen uns über Anregungen zum weiteren Ausbau unserer Website – schreiben Sie uns bitte, wenn Sie Themen und Informationen auf bfu-ulm.de vermissen.</p>
<h4>Patienten</h4>
<p>Die Patientenzahlen für 2011 liegen derzeit noch nicht vollständig vor. Im Jahr 2010 waren 126 Patienten in zumeist längerfristiger Behandlung (bezogen auf die Hauptstelle in Ulm sowie die Nebenstelle Ludwigsburg). Davon waren 106 Folter- und Bürgerkriegsopfer, 15 Patienten waren Akuttraumatisierte. <a href="http://www.bfu-ulm.de/hintergrund/statistik">Komplette Statistik anschauen</a>. Viele der Akut-Patienten konnten nach einer Kurzzeittherapie (max. 25 Stunden) weitgehend symptomfrei entlassen werden. Die Folteropfer und Bürgerkriegsopfer haben meist chronifizierte und komplexe Störungsbilder (u.a. oft eine komplexe Posttraumatische Belastungsstörung) und bedürfen – insbesondere wenn deren Aufenthalt in Deutschland unsicher ist oder gar gefährdet – einer längerfristigen, zum Teil mehrjährigen Behandlung. Neben der therapeutischen Arbeit sind bei Patienten mit unsicherem oder gefährdetem Aufenthaltsstatus oft auch Psychologische Stellungnahmen notwendig. In Einzelfällen müssen auch externe Gutachter beauftragt werden. Jedoch ist die Finanzierung dann oft ein Problem, da unsere Patienten dafür keine ausreichenden Mittel haben. In anderen Fällen bemühen wir uns um die Verbesserung der Unterbringungssituation. In Zusammenarbeit mit den Sozialarbeitern unterstützen wir die Patienten bei der Wohnungs- und Jobsuche, oder helfen – auch über unsere Ehrenamtlichen – bei schulischen Problemen, oder wir vermitteln Paten. Auch hier gibt unsere Statistik weitere Auskunft.</p>
<h4>Kunsttherapie für Erwachsene</h4>
<p>Die seit Herbst 2010 neu eingeführte kunsttherapeutische Einzel- oder Gruppentherapie (z. Bsp. für kurdische Patienten) unter Dolmetschervermittlung werden weiterhin sehr positiv aufgenommen und die Patienten können spürbar davon profitieren. Die kunsttherapeutischen Behandlungen werden von unseren beiden Kunsttherapeuten, Herrn Karsten Kretschmer und Frau Regine Schempp, angeleitet. Diese Gruppen sind ein ergänzendes therapeutisches Angebot zur parallel laufenden Einzeltherapie im BFU – gerade bei Patienten, bei denen durch eine schwierige Gesamtsituation (unsicherer Aufenthaltsstatus, Unterbringung im Asylwohnheim mit Mehrbettzimmern über Jahre, fehlende Arbeit, fehlende Perspektiven) die Möglichkeiten zur Stabilisierung oft sehr begrenzt sind. Hier leistet die begleitende Kunsttherapie wertvolle und wichtige Arbeit.</p>
<h4>Kunsttherapie für Kinder und Jugendliche</h4>
<p>Unsere beiden Kunsttherapeuten arbeiten seit fast 4 Jahren mit sehr gutem Erfolg in unserem Projekt: „Kunsttherapeutische Gruppen- und Einzeltherapien für traumatisierte deutsche und ausländische Kinder“. Die Kinder und Jugendlichen fühlen sich dort gut aufgenommen und können in der Regel auch gut davon profitieren. Sie finden über die Kunsttherapie Zugang zu ihren verschütteten Ressourcen, ihr Selbstwertgefühl wird in der Gruppe gestärkt. Schwierige Inhalte können die Kinder gestalterisch, manchmal auch verbal zum Ausdruck bringen.</p>
<p>Wir verzeichnen derzeit eine Zunahme von Anmeldungen für traumatisierte Kinder und Jugendliche aus dem Irak und Afghanistan. Von dort kommen v. a. unbegleitete Minderjährige, die z.T. ihre Familien verloren haben. Die Kunsttherapie für die Kinder erfolgt zum Teil mit Dolmetschern, weil die Kinder erst wenige Monate in Deutschland sind und noch zu wenig Deutsch können.</p>
<p>Wir bemühen uns darüber hinaus intensiv um eine engere Zusammenarbeit mit den verschiedenen Institutionen in der Stadt Ulm (Kliniken, Einrichtungen der Jugendhilfe und therapeutische Praxen), um das Versorgungsnetzwerk für diese Kinder und Jugendlichen zu verbessern. Für diesen Zweck haben wir in diesem Jahr die Unterstützung u.a. von Terre des Hommes Deutschland erhalten. Ein Beispiel für den Verlauf finden Sie unter <a href="http://www.bfu-ulm.de/angebote/therapie-fur-kinder">Kunsttherapie für Kinder</a>.</p>
<h4>Mitarbeiter im BFU</h4>
<ul>
<li>Frau Dinore Ihle, unsere Dolmetscherin für Albanisch seit 1995 (!), hat ihre Honorartätigkeit im BFU beendet. Sie hat in all diesen Jahren hervorragende Arbeit geleistet. Wir sind ihr zu tiefem Dank verpflichtet.</li>
<li>Frau Elisabeth Koch, seit September 2010 im BFU-Team als Honorarkraft tätig, hat ihre Ausbildung zur Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie bestanden. Herzlichen Glückwunsch!</li>
<li>Frau Dipl. Psych. Verena Lehman, seit Januar 2011 als Honorarkraft im BFU tätig, hat ihre Weiterbildung zur zertifizierten HAKOMI-TherapeutIn bestanden. Herzlichen Glückwunsch!</li>
<li>Frau Dipl. Psych. Ulrike Ruppin ist seit Oktober 2011 neue Honorarkraft im BFU. Sie hat eine Teilzeitstelle im Bezirkskrankenhaus Günzburg und promoviert an der Universität Ulm bei Professor Dr. Friedemann Pfäfflin. Willkommen im Team!</li>
<li>Herr Julian Uhland, Master of Arts/Politikwissenschaftler, unterstützt seit Dezember 2010 als Teilzeit-Honorarkraft mit hohem ehrenamtlichem Anteil das BFU-Team in allen nicht-therapeutischen Bereichen, v.a. in der Verwaltung und bei der Umstellung der PC –Programme. Er ist uns ein unverzichtbarer Mitarbeiter geworden.</li>
<li>Herr Urs Fiechtner, Autor, Schriftsteller und langjähriger Sprecher des Ulmer Bezirks von Amnesty International, ist seit diesem Jahr Honorarmitarbeiter des BFU für die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit, Homepage und Stiftungsakquise. Willkommen im Team!</li>
<li>Frau Maria Reichert, Kinder-und Jugendlichenpsychotherapeutin, konnten wir als zusätzliche Supervisorin für unsere beiden Kunsttherapeuten gewinnen.</li>
<li>Herr Roland Vogel ist neues Mitglied im Beirat des BFU. Herzlich willkommen ! Er spielt seit Jahren eine ganz wichtige Rolle als Unterstützter des BFU in seiner Funktion als Finanzvorstand der Deutschen Sektion von Amnesty International.</li>
<li>Besonderer Dank geht an unsere PraktikantInnen: Hanna Schirovsky, Elisa Kaltenbach, Carolin Wolff, Lisa Katrin Kaufmann, Sebastian Jander und Olga Milena Cabeza Cantillo.</li>
<li>Herr Dipl. Psych. Goran Svigir ist im Februar 2011 als Mitarbeiter in gegenseitigem Einvernehmen ausgeschieden.</li>
</ul>
<p>Ihnen, liebe Freunde des BFU, möchten wir ganz herzlich für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung im ausgehenden Jahr danken! Ihre treue Begleitung und Unterstützung – ob „ideell“ oder finanziell – hilft, das Weiterbestehen des BFU zu sichern und motiviert uns bei unserer manchmal nicht ganz einfachen Arbeit.</p>
<p>Wir wünschen Ihnen – auch im Namen des gesamten BFU-Teams &#8211; frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr 2012!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Ins Leben Zurückholen</h3>
<p><i>ZUR THERAPIE VON FOLTERTRAUMATA &#8211; INTERVIEW MIT REGINA KURTH (BFU)<br />
Von Christine Schoenmakers</i></p>
<h4>Was ist das Behandlungszentrum für Folteropfer?</h4>
<p>Das Behandlungszentrum fUr Folteropfer in Ulm (BFU) wurde durch eine Initiative von Amnesty International und Ulmer Bürgern im Januar 1995 aufgrund der Bürgerkriegsereignisse im ehemaligen Jugoslawien und dem dadurch ausgelösten Flüchtlingszustrom nach Deutschland gegründet.</p>
<p>Ursprünglich rein aus ehrenamtlich arbeitenden Ärzten und Psychologen bestehend, erfolgte die Professionalisierung des BFU recht schnell. Aktuell be treuen drei Mitarbeiter und zehn Honorarkräfte, bestehend aus vor allem Psychologen, einer Ärztin, Kunsttherapeuten und einem Soziologen, circa 120 bis 150 Traumaklienten pro Jahr. Damit sind wir zwar eine relativ kleine Einrichtung, die aber zusammen mit den vier anderen baden-württembergischen Behandlungszentren einen recht großen Wirkungsbereich hat.</p>
<h4>Für welche Zielgruppe werden welche Therapieangebote gemacht?</h4>
<p>Das BFU hat sich auf die Behandlung traumatisierter Flüchtlinge und Migranten spezialisiert, darunter ist ein sehr hoher Anteil an Asylbewerbern. Diese fallen, wenn sie längerfristige medizinische und psychotherapeutische Hilfe benötigen, zumeist durch das Raster des &#8220;normalen&#8221; deutschen Krankenkassensystems.</p>
<p>Die Mehrheit unserer Klienten hat Krieg, Falter und Vergewaltigung erlebt und ist extrem traumatisiert. Unverarbeitete Traumatisierung bedeutet: Die Betroffenen müssen die schrecklichen Erlebnisse immer wieder und wieder durchleben und können sich nicht davon befreien. Grundsätzlich haben wir es hier mit allen psychischen Störungsbildern zu tun: Von der posttraumatischen Belastungsstörung, über Depressionen, Angststörungen bis hin zu psychosomatischen Störungen, nur um die haufigsten Störungsbilder zu nennen.</p>
<p>Dieses Spektrum bedingt natürlich ein sehr differenziertes Vorgehen, die die Therapeuten sehr genau auf den einzelnen Klienten abstimmen. Neben der psychotherapeutischen Behandlung, die zunächst auf die Stabilisierung (köperlich, psychisch, sozial mit den zwei Hauptschwerpunkten: Ressourcen aktivieren sowie konstruktiver Umgang mit bzw. Reduktion der Symptome) später bei ausreichender Stabilisierung auch auf die Traumabearbeitung abzielt (das Erlebte in der Therapie nochmals durchleben und so zum Abschluss bringen), leistet das BFU auch ein Stück weit Sozialarbeit.</p>
<p>Eine weitere wichtige Arbeit sind psychologische Stellungnahmen für die Rechtsanwälte unserer Klienten im Rahmen von Asylantrag oder -folgeanträgen. Oftmals kann so erreicht werden, dass die Flüchtlinge zumindest einen krankheitsbedingten Aufenthalt in Deutschland genehmigt bekommen, da der unsichere oder gar bedrohte Aufenthaltsstatus unserer Patienten ein entscheidender verstärkender sowie aufrechterhaltender Faktor ihrer psychischen Erkrankung ist.</p>
<h4>Wie finden die Betroffenen zu Ihnen?</h4>
<p>Das BFU ist gut vernetzt zu kommunalen Einrichtungen, wie Ärzten, Kliniken und Gesundheitsämtern, Beratungsstellen, Rechtsanwälten und Flüchtlings-organisationen, die uns an die Betroffenen weiterempfehlen. Aber auch Verwandte oder Bekannte melden die Klienten an. Ein guter Teil der Klienten kommt aber auch ohne Veranlassung durch Dritte zu uns.</p>
<h4>Welche seelischen Wunden können geheilt werden, welche nicht?</h4>
<p>Wie sehr eine Heilung oder Linderung eintritt, hangt stark vom Individuum, seinen Ressourcen sowie den Kontextbedingungen (z.B. Aufenthaltsstatus, Unterbringung im Asylheim mit vielen Problemen etc.) ab.</p>
<p>Diese Ressourcen umfassen zum Beispiel positive Erinnerungen, soziale Kontakte oder auch Bildung. Je mehr die Betroffenen auf solche Ressourcen zurückgreifen konnen, desto besser stehen die Chancen auf Heilung. Allerdings hangt diese auch stark von der Art und Schwere des Traumas und den individuellen Vorerfahrungen und deren Verarbeitungsgrad ab. Nicht zuletzt ist es die soziale Anerkennung (z.B. durch Anerkennung des Asyls oder krankeitsbedingen Aufenthalt), die sich auf die Verarbeitung des Traumas positiv auswirken an. Prinzipiell können auch Extremtraumata heilen.</p>
<p>Die Wahrscheinlichkeit, dass sie chronifizieren, ist Ieider jedoch sehr hoch. Dann kann es passieren, dass solche Menschen nie wieder ein normales Leben führen können. Es gibt auch Extremfälle, die sich wie &#8220;lebendig begraben&#8221; fühlen.</p>
<h4>Wie ist die finanzielle Lage des BFU?</h4>
<p>Das BFU ist kein wirtschaftsorientiertes Unternehmen, sondern fußt auf dem teils ehrenamtlichen Engagement seiner Mitarbeiter und seinem Träger, dem Rehaverein für Soziale Psychiatrie e.V. Zu 25% wird es z.B. über den Europaischen Flüchtlingsfonds finanziert. Eine existenzielle Unsicherheit besteht dabei immer. Seit der Gründung stand das BFU bereits zweimal vor dem Aus und auch 2010 war phasenweise ein schwieriges Jahr, weil nicht sicher war, ob wir die Forderung über den Flüchtlingsfonds bekommen würden. Grundsätzlich kommt es aber immer auch auf die Größe des Zentrums an und dessen Vernetzung in der Tragerschaft.</p>
<h4>Wie kann man sich für das BFU engagieren?</h4>
<p>Es besteht die Möglichkeit, dem BFU finanzielle Hilfe über Spenden oder die Mitgliedschaft in unserem Förderverein zukommen zu lassen. Diese Mittel machen ebenfalls einen guten Teil unserer Finanzierung aus. Aber auch ehrenamtliches Engagement aus der Bevölkerung, z.B. bei der sozialen Betreuung von Flüchtlingen, ist hier gern gesehen.</p>
<p><i>Dr. Regina Kurth ist psychologische Psychbtherapeuthin und Leiterin der<br />
Traumatherapie am BFU.<</i></p>
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<h3>Ceşm-î Dıl  / Das innere Auge<br />
      Erkan Ogur &#038; Mikail Aslan &#8211; Ethno-Jazz: Mystische Klänge aus Anatolien &#8211; Benefizkonzert zugunsten des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm</h3>
<p>  <strong>19.00 Uhr, Pauluskirche Ulm (Frauenstrasse)</strong><br/><strong>Vorverkauf: € 10.- |    Abendkasse: € 12.-</strong><br/><strong>Kartenbestellungen bitte an das BFU:  0731 &#8211;  22836</strong></p>
<p><strong>Erkan Ogur und Mikail Aslan sind in Anatolien sehr bekannte und beliebte Musiker. Erkan Ogur kommt aus dem türkischen Kulturkreis und ist bekannt für seine Ausflüge in Weltmusik und Jazz. Er ist ein Meister auf der Saz, der Oud und der bundlosen Gitarre. Mikail Aslan gehört dem kurdischen Kulturkreis an und beherrscht meisterhaft Tembur, Gitarre und Saxophon. Das Projekt <em>Ceşm-î Dıl (Das Innere Auge)</em> führt nun die musikalischen Kulturen beider Musiker mit dem Ziel zusammen, dıe verbindende Kraft der Musik über weltliche Grenzen hinweg zu zeigen und das Gemeinsame aus dem Herzen heraus zu offenbaren. Das Ergebnis ist eın Plädoyer für Toleranz und Gemeinschaft unabhängig von Weltanschauung, Politik und Gesellschaft.</strong></p>
<h4>Mikail Aslan</h4>
<p><img style="display:block; margin-left:auto; margin-right:auto;" src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2011/09/mikail-aslan-presse.jpg" alt="Mikail Aslan" title="mikail-aslan-presse.jpg" border="0" width="480" height="321" /></p>
<p>Geboren wurde Mikaîl in Dersim (Tunceli), 1972, in einer Zeit, in der es in der Türkei offiziell keine Kurden geben durfte. So wuchsen die Kinder in dem Dorf, bestehend aus 4 Gehöften, im Munzur-Gebirge mit Schafen, Ziegen und Bienen, den Geistern, Derwischen und Pire der Gebirge und Partisanen auf. Es gab weder fließendes Wasser noch Strom. Mikail war neun Jahre alt, als die Familie nach Kayseri in Mittelanatolien flüchten musste. Dort besuchte er das Gymnasium, um danach in Malatya an der Universität Mathematik zu studieren. &#8211; Seit seiner Kindheit beschäftigte er sich mit der Musik seiner Heimat. Während des Studiums gründete er die &#8216;Grup Munzur&#8217;, die mit Protestliedern bekannt wurde. Wegen politischer Betätigung wurde er nach zwei Jahren von der Universität verwiesen. Während einer Deutschlandreise 1995 fiel die Entscheidung in Deutschland zu bleiben, da in der Türkei Strafverfolgung wegen &#8216;Singens in einer verbotenen Sprache&#8217; drohte.  1999 hat er in Deutschland das Solo-Projekt „Agerayis“ in seiner Muttersprache Zazaki aufgenommen. Um die Musik auch im Konzert spielen zu können, suchte er nach Musikern mit Jazzerfahrung, um seine traditionelle Musik zu erweitern.</p>
<p>Im Februar 2000 wurde das Mikail Aslan Ensemble von Mikail Aslan, Michael Weil und Dieter Schmalzried in Mainz gegründet. Die musikalische Grundlage sind Eigenkompositionen und traditionelle Stücke aus der Heimat von Mikail. Dabei liegen die musikalischen Wurzeln in der kurdischen, armenischen, persischen und türkischen Musikkultur. Die meisten Texte der Musikstücke sind in Mikails Muttersprache Zazaki verfasst, die mit dem Kurdischen und Persischen verwandt ist. Auf der Basis dieser Kompositionen entwickelt das Ensemble in gemeinsamer Arbeit die Verknüpfung der vorderasiatischen Musikkultur mit Elementen aus europäischer Musik, Jazz, Pop und Folk. </p>
<p>Das erste gemeinsame Projekt der Musiker waren &#8220;Klänge vom Euphrat&#8221;, das 2002 in Konzerten in Deutschland präsentiert wurde. 2003 wurde die CD &#8220;Kilitê Kou“ veröffentlicht, die ein Dokument der alevitischen Mystik und Kultur aus Mikails Heimat Dersim darstellt. Dazwischen komponierte und spielte das Ensemble die Musik zu zwei Dokumentarfilmen über Anatolien (arte TV / ZDF). Der vorläufige Höhepunkt dieser Arbeit war ein Konzert des Ensembles mit dem Sinfonieorchester des Peter-Cornelius-Konservatoriums Mainz in der Uraufführung der Sinfonie Nr. 5 „Connections“ von Gerhard Fischer-Münster am 20. April 2005. Die Sinfonie ist um das Stück „Flucht des Munzur (Remayise Munzuri)“ von Mikail Aslan komponiert und verbindet traditionelle anatolische und moderne europäische Klänge. Ebenfalls 2005 wurde die dritte Solo-CD „Miraz“ aufgenommen. Im Jahr 2006 wurde das Projekt &#8220;Sound of the Tembur&#8221; gemeinsam mit der Sängerin Aynur weltweit auf Tour aufgeführt. Die vierte CD &#8220;Zernkut&#8221; erschien im Jahr 2008. 2009 wurde für den Dokumentarfilm &#8220;Kick off&#8221; des Regisseurs Hüseyin Tabak, unter dem Produzenten Josef Aichholzer, die Filmmusik komponiert und eingespielt. 2010 erschien die CD &#8220;Petage&#8221; &#8211; Armenische Lieder aus Dersim.</p>
<p>Das Ensemble hatte inzwischen zahlreiche Festivalauftritte und Konzerte, unter anderem auch in Rundfunk und Fernsehen, in Europa, Asien und Nordamerika.</p>
<h4>Erkan Ogur</h4>
<p><img src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2011/09/erkan-ogur-presse.jpg" alt="Erkan Ogur" title="erkan-ogur-presse.jpg" border="0" width="319" height="480" style="float:left; margin-right: 10px; margin-bottom:5px;" />Erkan Oğur wurde im Jahr 1954, im türkischen Elazığ geboren. Seine Kindheit verbrachte er in dem im Osten der Türkei gelegenen Elazığ, wo sein Interesse für die Geige und die Bağlama, die türkische Langhalslaute, geweckt wurde, auf denen er alsbald regelmäßig übte. Nachdem Beendigung der weiterführende Schule in Elazığ studierte er von 1970 bis 1973 Physik an der Ankara University Faculty of Science. Da sein Vater in ermutigte, eine wissenschaftliche Karriere einzuschlagen, nahm er das Studium des Chemieingenieurwesens auf und setzte dieses 1974 an der Ludwig-Maximilian-Universität München für drei Jahre fort.  Im Jahr 1973 begann er mit der Gitarrenausbildung und entschloss sich dazu, Musiker statt Wissenschaftler zu werden. Da er zum spielen türkischer Melodien auf der Gitarre eine andere tonale Bandbreite benötigte, modifizierte er seine Gitarre und erfand so im Jahr 1976 die klassische Gitarre ohne Bünde.</p>
<p>Im Jahr 1980 kehrte er in die Türkei zurück und nahm das Studium am State Conservatory of Istanbul Technical University auf. Nach seinem Wehrdienst arbeitete er als Musiklehrer und unterrichtete Oud, die orientalische Laute. Er trat live mit Fikret Kızılok und Bülent Ortaçgil auf und unterstütze sie musikalisch mit der bundlosen Gitarre. Sein erstes Album mit dem Titel Arayışlar (&#8220;Suche&#8221;) erschien in Deutschland. Im Jahr 1989 ging er in die USA, um dort mit zahlreichen ortsansässigen Blueskünstlern zu arbeiten und führte die bundlose Gitarre in den Blues ein. Ein Jahr später erschien sein erstes Album in der Türkei, Bir Ömürlük Misafir (&#8220;Ein Gast auf Lebenszeit&#8221;), das es in den europäischen Hitlisten auf Platz 4 schaffte. In der Türkei wie auch im Rest der Welt gibt er immer noch Konzerte. Mit Kemal Eroglu arbeitet er an einer technischen Verbesserung der Bağlama und tritt gleichzeitig immer noch mit Fahir Takoglu und Bülent Bülent Ortaçgil auf. Im Jahr 2004 wirkte er an Yansılmars Album Pervane (&#8220;Motte&#8221;) mit. Zusammen mit İlkin Deniz and Turgut Alp Bekoglu bildet er das Telvin-Trio, das hauptsächlich türkische Volksmusik in einem improvisierten Jazzstil spielt; das Trio veröffentliche im Jahr 2006 ein Album mit dem Title Telvin.</p>
<p>Sein Soundtrack für den Film Yazı Tura von Uğur Yücel aus dem Jahr 2004 wurde mit zwei Auszeichnungen belohnt: der Goldenen Orange für die beste Musik beim Antalya Golden Orange Film Festival im Jahr 2004 und dem Preis für die beste Musik beim Ankara International Film Festival im Jahr 2005.</p>
<h4>Diskografie</h4>
<p>Frühe eigene Werke und Werke mit anderen Künstlern</p>
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<li>1982 &#8211; Istanbul&#8217;da Bir Amerikalı</li>
<li>1983 &#8211; Perdesiz Gitarda Arayışlar – Kasette mit geringer Auflage<br />
Soundtrack-Alben und Gemeinschaftsproduktionen (nach Filmdatum geordnet)</li>
<li>1989 &#8211; Sis OST &#8211; Zülfü Livaneli, Soundtrack zum Film</li>
<li>1996 &#8211; Eşkiya OST (Der Bandit) &#8211; mit Aşkın Arsunan, Soundtrack zu Yavuz Turguls Film <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Eşkıya">Eşkıya</a> (Kalan, 2000 erschienen)</li>
<li>2003 &#8211; Yazı Tura OST – Soundtrack zu Uğur Yücels Film, (Kalan, 2005 erschienen)</li>
</ol>
<p>Soloalben und Gemeinschaftsproduktionen</p>
<ol>
<li>1993 &#8211; Fretless (Feuer und Eis)</li>
<li>1996 &#8211; Bir Ömürlük Misafir – Überarbeitete Neuauflage von Fretless (Kalan)</li>
<li>1998 &#8211; Gülün Kokusu Vardı – mit İsmail Hakkı Demircioğlu (Kalan)</li>
<li>1999 &#8211; Hiç (&#8220;Nothing&#8221;) – mit Okan Murat Öztürk (Kalan)</li>
<li>2000 &#8211; Anadolu Beşik – mit İsmail Hakkı Demircioğlu (Kalan)</li>
<li>2001 &#8211; Fuad &#8211; mit Djivan Gasparyan</li>
<li>2006 &#8211; Telvin – als Teil des Telvin-Trios</li>
<li>2007 &#8211; The Istanbul Connection</li>
</ol>
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<h3>Südwest Presse<br/>15.07.2011 Folteropfer in den Fokus rücken</h3>
<blockquote><p>Matthias Hambücher ist neuer Vorsitzender des Fördervereins des Behandlungszentrums für Folteropfer. Gemeinsam mit seinen Vize Lisa Schanz und Otto Frey will er das Thema &#8220;Flüchtlinge&#8221; stärker publik machen.</p>
<p>Ein katholischer und ein evangelischer Würdenträger, dazu eine Sozialdemokratin aus der Kommunalpolitik: Der neue, nunmehr fünfköpfige Vorstand des Fördervereins des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm (BFU) ist das, was man eine gute Mischung nennt.&hellip;</p>
</blockquote>
<p>Quelle: <a href="http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Folteropfer-in-den-Fokus-ruecken;art4329,1040322" title="Folteropfer in den Fokus rücken - S&uuml;dwest Presse Online" target="_blank">Folteropfer in den Fokus rücken</a><br />
<cite>(Südwest Presse Online)</cite></p>
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<h3>Rundbrief Weihnachten 2010</h3>
<p>Liebe Spender und Förderer,<br />liebe Freunde des BFU,</p>
<p>wie jedes Jahr zu Weihnachten wenden wir uns mit diesem Rundbrief an Sie, um Ihnen einen Überblick über wichtige Ereignisse im Behandlungszentrum im ablaufenden Jahr 2010 zu geben:</p>
<h4>15 Jahre BFU</h4>
<p>Am 25. Januar 2010 konnten wir das 15-jährige Bestehen des BFU begehen. Gefeiert haben wir dieses Jubiläum im Juli. Bei schönstem Wetter kamen ehemalige und aktuelle Patienten, Mitarbeiter des BFU, viele Freunde und Kooperationspartner sowie Vertreter der Stadt Ulm und der Landkreise, der Kirchen und weiterer Institutionen. Niemand von den Gründungsvätern des BFU hätte 1995 geglaubt, dass es diese Einrichtung im Jahr 2010 noch geben würde. Niemand von ihnen wollte sich ausmalen, dass ein BFU im Jahr 2010 nach wie vor notwendig wäre. Dies war der Tenor der Gratulanten. Besonders gefreut hat uns die Teilnahme des früheren Geschäftsführers des REHA-Verein, Herr Jörg Sauter, der ganz maßgeblich am Zustandekommen des BFU mitgewirkt hat. Die Ulmer Gruppe „Nasrat“ bot Weltmusik vom Feinsten, die Schülerfirma „Gastfreunde“ von der Ulmer Spitalhofschule verwöhnte uns mit allerlei leckeren Speisen. Höhepunkt der Feier war die Überreichung zweier Bilder an uns durch einen unserer ehemaligen kurdischen Patienten und jetzt frei schaffenden Künstler: Er hatte nach 10 Jahren Haft und Folter in türkischen Gefängnissen in der BFU-Kunsttherapie erstmalig die Möglichkeit, dem Erlebten in Form von Tonarbeiten oder Bildern Ausdruck zu verleihen. Die Bilder hängen jetzt in unseren Räumen.</p>
<h4>Förderverein BFU</h4>
<p>Wichtig und gut war die öffentliche Gründungsveranstaltung unseres Fördervereins am 26.03.2010 im DGB-Haus in Ulm: Der Förderverein versteht sich als Kreis von Unterstützern des BFU im Bereich Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit, Spenden- und Stiftungsakquise und Sponsoring. Er hat u.a. das DC-Jazz-Konzert im Neu-Ulmer Glacis im Sommer maßgeblich organisiert und das zauberhafte Konzert des Mikail-Aslan-Ensembles am 01.10.2010 im Ulmer Stadthaus ermöglicht, deren Reinerlöse dem BFU zufließen. Im Jahr 2011 steht ein Konzert des Daimler-Sinfonieorchesters i. R. der Aktion 100 000 der SÜDWEST PRESSE auf dem Programm des Fördervereins. Besonders geholfen hat der Förderverein bei der Stiftungsakquise – ohne deren erfolgreiche Umsetzung in Form von Anträgen und dadurch erhöhten Zuwendungen aus Stiftungen an das BFU für 2011 der weitere Fortbestand des BFU wieder einmal gefährdet gewesen wäre. Der Förderverein zählt aktuell 30 Mitglieder. Es dürfen gerne mehr werden. Bei einem Jahresbeitrag von mind. 30€ können Sie Mitglied im Förderverein werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit der aktiven Mitarbeit in Arbeitskreisen des Fördervereins (z.B. dem AK Fundraising). Aktuelles zum Förderverein finden Sie unter: <a href="http://www.foerderverein-bfu-ulm" title="Förderverein des BFU">www.foerderverein-bfu-ulm</a>.</p>
<p>Wer sich nicht an einen Verein binden möchte, kann – wie bisher – Mitglied in unserem Förderkreis werden. Die Höhe des Mitgliedbeitrags als Förderer im Förderkreis ist frei wählbar. Die zugehörigen Formulare finden Sie unter <a href="http://www.bfu-ulm.de/spenden" title="Spenden Sie für das BFU">Spenden</a>.</p>
<h4>Homepage</h4>
<p>Unsere Homepage wurde 2009 und im ablaufenden Jahr 2010 komplett überarbeitet. Sie wird derzeit von über 3000 Besuchern im Monat aufgerufen. Auch die Lesedauer der Besucher ist relativ lang, denn sie bietet jetzt einen umfassenden Einblick in unsere therapeutische Arbeit und unsere Projekte. Sie gibt ausführliche Informationen zu allen relevanten Fragen rund um den Themenkomplex: Folter, Geschichte der Folter, Trauma (akut und chronisch) sowie über die Behandlung im BFU. Insgesamt sind Informationen mit einem Umfang von ca. 250 Seiten zu finden – eine Fundgrube für Schüler, Studenten, Lehrer, Psychotherapeuten und andere Interessierte.</p>
<h4>Arbeitskreis Menschenrechtsbildung Ulm (AK-MRB Ulm)</h4>
<p>Noch wenig bekannt ist unsere aktive Mitarbeit im „Arbeitskreis Menschenrechtsbildung Ulm“, der seit 2009 besteht. Nach alarmierenden Befunden der „Ulmer Jugendstudie“ wissen die Jugendlichen zu wenig über unsere demokratischen Strukturen und schätzen deren Wert zu gering. Für uns Mitarbeiter im BFU und für unsere Patienten ist das schwer verständlich, sind letztere doch für ihren Kampf um mehr Demokratie in ihren Heimatländern teilweise jahrelang in Haft gewesen und gefoltert worden. Die Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2000 empfiehlt, das Thema Menschenrechte in den Unterrichtskanon aufzunehmen: „Die Bildung muss auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein“. Dieser Satz leitet den AK-MRB Ulm – ein Zusammenschluss von mittlerweile 8 im Menschenrechtssektor tätigen Ulmer Einrichtungen. Sichtbar wird diese Arbeit im Rahmen von Vorträgen, Lesungen und Workshops des AK-MRB an Ulmer Schulen. Besondere Resonanz fand mit 250 teilnehmenden Schülern unsere gemeinsame Veranstaltung am „Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg“ am Tag der Menschenrechte am 10.12.2009, den wir dieses Jahr in ähnlicher Form erneut durchführen. Der Arbeitskreis Menschenrechtsbildung hat am 18.10.2010 den mit 1000 EURO dotierten „Ulmer Friedenspreis“ des „Vereins für Friedensarbeit“ verliehen bekommen. Näheres finden Sie unter <a href="http://www.ulmer-menschenrechtsbildung.de" title="Ulmer Menschenrechtsbildung">www.ulmer-menschenrechtsbildung.de</a>.</p>
<h4>Patienten</h4>
<p>Patientenzahlen für 2010 liegen derzeit naturgemäß noch nicht vollständig vor. Im Jahr 2009 waren 118 Patienten in zumeist längerfristiger Behandlung (bezogen auf die Hauptstelle in Ulm sowie die Nebenstelle Ludwigsburg). Es waren 91 Folter- und Bürgerkriegsopfer, 13 Akuttraumatisierte und 14 Patienten mit Misshandlungserlebnissen. Die komplette Statistik für das Jahr 2009 finden Sie unter <a href="http://www.bfu-ulm.de/hintergrund/statistik#gesamt-behandlung-2009" title="Statistiken 2009 für das BFU und Ludwigsburg">Statistiken</a>. Die meisten Akut-Patienten konnten nach ca. 10 -15 Therapiesitzungen symptomfrei entlassen werden. Die Folteropfer und Bürgerkriegsopfer haben meist eine chronifizierte und/oder komplexe Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) ausgebildet und bedürfen – insbesondere wenn deren Aufenthalt in Deutschland unsicher ist oder gar gefährdet – eine zum Teil mehrjährige Behandlung. In diesen Fällen können unsere psychologischen Stellungnahmen, die wir an die Rechtsanwälte der Patienten weiterleiten, hilfreich für das Asylverfahren sein. In Einzelfällen muss man noch mehr tun: z.B. wenn ein Folteropfer, welches bei uns in Therapie ist, sich bei der Anhörung beim Bundesamt für Migration in Widersprüche verstrickt hat, dann versuchen wir &#8211; in Einzelfällen &#8211; externe Gutachter zu finden, die die Glaubwürdigkeit des Folteropfers überprüfen. In anderen Fällen bemühen wir uns um Verbesserung der Unterbringungssituation. In Zusammenarbeit mit den Sozialarbeitern unterstützen wir die Patienten bei der Wohnungs- und Jobsuche, oder helfen – auch über unser Ehrenamtlichen – bei schulischen Problemen, oder wir vermitteln Paten. Auch hier gibt unsere Statistik weitere Auskunft.</p>
<h4>Kunsttherapie für Erwachsene:</h4>
<p>Seit Herbst 2010 besteht für zwei ethnisch homogene Gruppen von Patienten (aus dem Kosovo und für Kurden aus der Türkei) die Möglichkeit, unter Dolmetschervermittlung einmal im Monat ein für sie spezielles kunsttherapeutische Angebot im BFU wahrzunehmen. Diese kunsttherapeutischen Gruppen werden von unseren beiden Kunsttherapeuten, Herrn Karsten Kretschmer und Frau Regine Schempp, angeleitet. Diese Gruppen sind ein ergänzendes therapeutisches Angebot zur parallel laufenden Einzeltherapie im BFU – gerade bei Patienten, bei denen durch eine schwierige Gesamtsituation (unsicherer Aufenthaltsstatus, Unterbringung im Asylwohnheim mit Mehrbettzimmern über Jahre, fehlende Arbeit, fehlende Perspektiven) die Möglichkeiten zur Stabilisierung oft sehr begrenzt sind. Hier leistet die begleitende Kunsttherapie wertvolle und wichtige Arbeit.</p>
<h4>Kunsttherapie für Kinder und Jugendliche</h4>
<p>Unsere beiden Kunsttherapeuten arbeiten seit fast 3 Jahren mit sehr gutem Erfolg in unserem Projekt: „Kunsttherapeutische Gruppen- und Einzeltherapien für traumatisierte deutsche und ausländische Kinder“. Die Kinder und Jugendlichen fühlen sich dort gut aufgenommen und machen ordentliche Fortschritte. Sie finden über die Kunsttherapie Zugang zu ihren verschütteten Ressourcen, ihr Selbstwertgefühl wird in der Gruppe gestärkt. Schwierige Inhalte können die Kinder in der Gruppe thematisieren.</p>
<p>Wir verzeichnen derzeit eine Zunahme von Anmeldungen für traumatisierte Kinder und Jugendliche aus dem Irak und Afghanistan. Von dort kommen v. a. unbegleitete Minderjährige, die z.T. ihre Familien verloren haben. Die Kunsttherapie für die Kinder erfolgt zum Teil mit Dolmetschern, weil die Kinder erst wenige Monate in Deutschland sind und noch zu wenig Deutsch können.</p>
<p>Wir bemühen uns darüber hinaus intensiv um eine engere Zusammenarbeit mit den verschiedenen Institutionen in der Stadt Ulm (Kliniken, Einrichtungen der Jugendhilfe und therapeutische Praxen), um das Versorgungsnetzwerk für diese Kinder und Jugendlichen zu verbessern. Für diesen Zweck erhalten wir im nächsten Jahr die Unterstützung u.a. von Terre des Hommes Deutschland. Ein Beispiel für den Verlauf einer Kunsttherapie für Kinder finden Sie unter <a href="http://www.bfu-ulm.de/angebote/therapie-fur-kinder" title="Kunsttherapie für Kinder">Kunsttherapie für Kinder</a>.</p>
<h4>Mitarbeiter</h4>
<ul>
<li>Frau Dr. Dipl. Psych. Nicole Leißner, unsere langjährige Psychologin, hat ihre Doktorarbeit mit „Magna cum Laude“ abgeschlossen. Ihre Doktorarbeit wird demnächst als abstract erscheinen und dann hier auf unserer Homepage zu lesen sein. Thema ihrer Arbeit: „Zur Versorgungssituation traumatisierter Flüchtlinge am Beispiel des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm. Psychische und körperliche Beschwerden nach Extremtraumatisierung.“ Für diese Arbeit hat sie den Wissenschaftspreis der „Deutschen Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und Forschung“ verliehen bekommen. Leider wird sie sich beruflich verändern und uns zum Jahresende verlassen. Für die von ihr geleistete Arbeit danken wir ihr auch an dieser Stelle ganz herzlich.</li>
<li>Herr Dipl. Psych. Goran Svigir, Psychologischer Psychotherapeut und Leitender Psychologe in der Rehabilitationsklinik Saulgau ist neu in unserem Team. Er behandelt in unserem Auftrag einige Patienten aus dem Raum Biberach in der Rehaklinik Saulgau. Er ist einer der wenigen muttersprachlichen Psychologen für Serbokroatisch in unserem Raum. Wir freuen uns sehr über seine aktive Mitarbeit!</li>
<li>Frau Elisabeth Koch ist ebenfalls neu im Team. Sie steht vor dem Abschluss ihrer Weiterbildung zur Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie. Wir konnten sie bereits als engagierte und kompetente Kollegin schätzen lernen.</li>
</ul>
<p>Ihnen, liebe Freunde des BFU, möchten wir ganz herzlich für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung im ausgehenden Jahr danken! Ihre treue Begleitung und Unterstützung – ob „ideell“ oder finanziell – hilft, das Weiterbestehen des BFU zu sichern.</p>
<p>Wir wünschen Ihnen – auch im Namen des gesamten BFU-Teams &#8211; frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr 2011!</p>
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<h3>Erstmalige Verleihung des Ulmer Friedenspreises</h3>
<p>Die Hochzeiten der Friedensbewegung sind längst vorbei, aber man kann nicht gerade behaupten, dass unsere Welt friedlicher geworden ist. Trotzdem besteht der Ulmer Verein für Friedensarbeit seit 28 Jahren.</p>
<p>Dieses Jahr wird erstmals der neue Ulmer Friedenspreis vergeben. Damit sollen Gruppen und Einzelpersonen ausgezeichnet werden, die ein vorbildliches und nachhaltiges Engagement für eine friedlichere Gegenwart und Zukunft zeigen.</p>
<p>Der Preis ist eine Anerkennung für die geleistete Arbeit und gleichzeitig auch eine finanzielle Unterstützung.</p>
<p>Ausgezeichnet wird der Arbeitskreis Menschenrechtsbildung, ein Zusammenschluss von Amnesty International Ulm, dem Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm, dem Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg Ulm e.V. (DZOK), dem Flüchtlingsrat Ulm-Alb-Donau-Kreis, der Kontaktstelle für die ausländische Bürgerschaft der Stadt Ulm, der Ulmer Volkshochschule, der Ulmer DenkStätte Weiße Rose und UNICEF Ulm/Neu Ulm.</p>
<p>Die Preisverleihung findet am 18.10.2010 um 20 Uhr in der städtischen Begegnungsstätte Fort Unterer Eselsberg statt. Der Schriftsteller und ai-Mitarbeiter Urs Fiechtner wird nach der Preisverleihung in Berichten und  Erzählungen über aktuelle Menschenrechtsthemen und Projekte rund um die Menschenrechte im Ulmer Raum sprechen.</p>
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<h3>Wissenschaftspreis der DGPSF an Dr. Nicole Leißner</h3>
<p><b>Die Deutsche Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und -forschung (DGPSF) hat anlässlich ihrer 12. Jahrestagung in Essen unter dem Motto „Schmerz und Bewusstsein“ ihren Preis für wissenschaftliche Arbeiten aus dem Gebiet der Schmerzpsychotherapie und psychologischen Schmerzforschung an die Diplom-Psychologin Dr. Nicole Leißner (Universität Ulm) verliehen. Ihre Arbeit zur Versorgungssituation traumatisierter Flüchtlinge behandelt am Beispiel des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm (BFU) Psychische und Körperliche Beschwerden nach Extremtraumatisierung.</b></p>
<p><img style="display:block; margin-left:auto; margin-right:auto;" src="http://www.bfu-ulm.de/wp-content/uploads/2010/07/Leissner-DGPSF-Wissenschaftspreis-2010.jpg" alt="Dr. Nicole Leißner bei der Preisverleihung des DGPSF Wissenschaftspreises" title="Leissner-DGPSF-Wissenschaftspreis-2010.jpg" border="0" width="480" height="349" /></p>
<p>Die ausgezeichnete Arbeit befasst sich kritisch mit der klinischen Praxis zum Störungskonzept der Posttraumatischen Belastungsstörung, in der bestimmte psychische und körperliche Beschwerden nach Extremtraumatisierung, sowie die geschlechts-, kultur- und traumaspezifischen Besonderheiten hinsichtlich der Symptomatik – insbesondere der Schmerzsymptome &#8211; nur unzureichend berücksichtigt werden.</p>
<p>Am Beispiel der Patienten des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm (BFU) werden psychische und somatische Beschwerden nach Extremtraumatisierung untersucht. Es wird angenommen, dass sowohl die Misshandlungsarten als auch die berichteten Beschwerden durch geschlechts- und länderspezifische Faktoren beeinflusst werden und dass Zusammenhänge zwischen Misshandlungsart und Beschwerden bestehen. Darüber hinaus wird untersucht, inwieweit eine adäquate psychosoziale Versorgung betroffener Flüchtlinge in der Praxis erreicht werden kann und Art und Umfang der bisherigen Arbeit der Behandlungseinrichtung dokumentiert. Datengrundlage der vorliegenden Arbeit bilden die im klinischen Prozess erhobenen Daten des Behandlungszentrums Ulm über einen Zeitraum von sechs Jahren.</p>
<p>Im Untersuchungszeitraum von 1999-2004 kontaktierten insgesamt 1481 traumatisierte Migranten das BFU aus zahlreichen Herkunftsländern. Bezogen auf den gesamten Untersuchungszeitraum erhielten insgesamt 78% aller Patienten (n=1158) diagnostische Gespräche zur Abklärung ihrer Beschwerden. 23% aller Patienten, die mit dem BFU Kontakt aufnahmen, erhielten eine verbale Traumatherapie. Etwa 2/3 der Therapien wurden mit Hilfe von Dolmetscher durchgeführt. Die Daten zeigen, dass in den Herkunftsländern der betroffenen unterschiedliche Foltermethoden praktiziert werden.</p>
<p>Vielfältige Schmerzen werden von Extremtraumatisierten als häufigste Symptomgruppe berichtet. Die Muster der Schmerzsymptome korrelieren signifikant mit Art, Häufigkeit und Schweregrad der Traumatisierung. Frauen sind stärker betroffen als Männer. Die Korrelationen zwischen dem Ausmaß der Traumatisierung und dem Schweregrad der psychischen und körperlichen Beeinträchtigung erklären etwa 25% der gemeinsamen Varianz. Weiterhin konnten bedeutsame Einflüsse von Geschlecht und Herkunftsland auf die Symptommuster der PTBS nachgewiesen werden.</p>
<p>Die Studie macht deutlich, dass ein erheblicher Therapiebedarf hinsichtlich des Schmerzleidens von extrem Traumatisierten besteht und dass die schmerztherapeutische Versorgung unzureichend ist. Die Traumaforschung befasst sich erst seit jüngerer Zeit mit diesem Problem. Die Fokussierung auf die „psychiatrische“ Symptomatik der PTBS in asylrelevanten Entscheidungen entspricht nicht der Realität der pathologischer Entwicklungen nach Extremtraumatisierung und Folter.</p>
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<h3><span>Augsburger Allgemeine / Neu-Ulmer Zeitung<br />02.07.2010</span> Kampf gegen die Erinnerung</h3>
<blockquote><p>Eine schmale Holztreppe führt in den zweiten Stock des unscheinbaren Gebäudes an der Inneren Wallstraße. Wer alle zwei Wochen einmal über die kleine Stiege in die lichtdurchfluteten Praxisräume im Obergeschoss kommt, hat Schlimmes erlebt. In den freundlichen Zimmern kämpfen Menschen aus aller Welt gegen die Erinnerung. Sie wollen endlich hinwegkommen über das, was sie erlitten haben. Jeder, der das&#8230;</p></blockquote>
<p>Quelle: <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Neu-Ulm/Lokalnachrichten/Artikel,-Kampf-gegen-die-Erinnerung-_arid,2185177_regid,2_puid,2_pageid,4503.html" title="Kampf gegen die Erinnerung - Lokalnachrichten - Augsburger Allgemeine" target="_blank">Kampf gegen die Erinnerung</a><br />
<cite>(Augsburger Allgemeine)</cite> </p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span>Südwest Presse</span> Amnesty Aktion: über 100 Leute mit Stofftaschen auf dem Kopf</h3>
<blockquote><p>Ein spaßige Aktion, die auf eine ernste Sache hinweisen sollte &#8211; das war der Flashmob am Samstagnachmittag in Ulm, der etwa zwei Minuten dauerte. Dafür hatten sich über 100 Jugendliche eine weiße Stofftasche übers Gesicht gezogen, um auf die Opfer von Folter aufmerksam zu machen. Angeregt hatte die Aktion Amnesty International&#8230;</p></blockquote>
<p>Quelle: <a href="http://www.swp.de/ulm/lokales/acht9/art1160563,534999" title="Amnesty-Aktion: Über 100 Leute mit Stofftaschen auf dem Kopf" target="_blank">Amnesty-Aktion: Über 100 Leute mit Stofftaschen auf dem Kopf</a> <cite>(Südwest Presse Online)</cite></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span>Südwest Presse</span> Verlust von Heimat</h3>
<blockquote><p>Die Klasse 9a des Schubart Gymnasiums Ulm hat im Rahmen des Projekts Zeitung in der Schule Manfred Makowitzki, den Organisatorischen Leiter des Behandlungszentrums für Folteropfer, interviewt&#8230;</p></blockquote>
<p>Quelle: <a href="http://www.swp.de/metzingen/lokales/alb-neckar/art4299,525486" title="Verlust von Heimat - S&uuml;dwest Presse Online" target="_blank">Verlust von Heimat</a><br />
<cite>(Südwest Presse Online)</cite></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Jahresversammlung von Amnesty International in Magdeburg &#8211; Delegierte zeigen ihre Unterstützung für das BFU</h3>
<p>Auf der diesjährigen Jahresversammlung der deutschen Sektion von Amnesty International bekräftigten die Delegierten von Gruppen aus dem ganzen Bundesgebiet ihre Unterstützung für die Arbeit des Ulmer Behandlungszentrums für Folteropfer. In einer sehr persönlichen Aktion ließen sich viele Teilnehmer der Jahresversammlung, des höchsten Organs von Amnesty in Deutschland, für die spontan entstandene Aktion „100 Gesichter für das BFU“ fotografieren, um mit diesen Bildern ihre Anerkennung für die in den vergangenen 15 Jahren geleistete Arbeit des Behandlungszentrums und die Unterstützung aus ihren Städten für die Weiterarbeit des BFU zu dokumentieren.</p>
<p>Die Gründung des Ulmer Behandlungszentrums (1995) geht auf eine Initiative von Amnesty International Ulm zurück, seitdem wird das BFU von Amnesty unterstützt.</p>
<p>Die Bilder finden Sie hier:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.bfu-ulm.de/100-gesichter-fur-das-bfu" title="Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm  &raquo; 100 Gesichter für das BFU">Alle Gesichter auf einen Blick</a></li>
<li><a href="http://bfu-ulm.de/dateien/100-Gesichter-fuer-das-BFU/" title="100 Gesichter für das BFU">Interaktive Photowand</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Samstag, 26. Juni 2010<br />
Amnesty International Ulm</h3>
<p>Zum Internationalen Tag des Folteropfers am 26. Juni erinnerte Amnesty International in Ulm an das Schicksal gefolterter Menschen im Iran sowie in weiteren 110 Ländern der Welt und forderte zur Unterstützung des Ulmer Behandlungszentrums für Folteropfer auf.</p>
<p>In einer überraschenden Aktion blieben rund 200 Mitglieder und Unterstützer von Amnesty, die sich unter die Passanten in der Fußgängerzone gemischt hatten, plötzlich stehen, zogen sich eine Kapuze über den Kopf und verharrten für mehrere Minuten in der Haltung eines gefesselten Menschen.</p>
<p>Mit der Aktion sollte insbesondere auf die Arbeit des Ulmer Behandlungszentrums für Folteropfer (BFU) aufmerksam gemacht werden, das in diesen Tagen seinen 15. Gründungstag begeht. Das 1995 auf Initiative von Amnesty gegründete Behandlungszentrum hat sich durch seine hervorragende Arbeit bundesweit hohes Ansehen erworben, ist jedoch auf die Unterstützung durch die Bevölkerung angewiesen. Mit einem neu gegründeten Förderverein sollen Spenden und Förderbeiträge für die Arbeit des BFU gesammelt werden.</p>
<p>Bildmaterial erhalten Sie auf Anforderung von Moritz Clauß <a href="mailto:&#x6D;&#x6F;&#x72;&#x69;&#x74;&#x7A;&#x2E;&#x63;&#x6C;&#x61;&#x75;&#x73;&#x73;&#x40;&#x67;&#x6F;&#x6F;&#x67;&#x6C;&#x65;&#x6D;&#x61;&#x69;&#x6C;&#x2E;&#x63;&#x6F;&#x6D;">moritz.clauss@googlemail.com</a></p>
<p>Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.bfu-ulm.de" title="Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm">Website des Behandlungszentrums</a> (www.bfu-ulm.de)</li>
<li><a href="http://www.amnesty-ulm.de" title="Willkommen bei Amnesty International im Bezirk Ulm! | Amnesty-Ulm">Website von Amnesty International Ulm</a> (www.amnesty-ulm.de)</li>
<li><a href="http://www.foerderverein-bfu-ulm.de" title="Förderverein BFU">Website des Fördervereins</a> (www.foerderverein-bfu-ulm.de)</li>
</ul>
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		<title>15 Jahre BFU: Rückblick und Ausblick</title>
		<link>http://www.bfu-ulm.de/hintergrund/15-jahre-bfu-ruckblick-und-ausblick</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 17:59:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[15 Jahre Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm: Rückblick und Ausblick Das BFU wurde im Januar 1995 auf Initiative des Ulmer Bezirks von Amnesty International, engagierten Ulmer Bürgern und dank der tatkräftigen Unterstützung des „REHA-Verein für soziale Psychiatrie Donau-Alb e.V.“ gegründet. Es ist seither ein Zweckbetrieb des REHA-Vereins und steht in dessen Trägerschaft. Beweggrund für die Errichtung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>15 Jahre Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm: Rückblick und Ausblick</h2>
<p>Das BFU wurde im Januar 1995 auf Initiative des Ulmer Bezirks von Amnesty International, engagierten Ulmer Bürgern und dank der tatkräftigen Unterstützung des „REHA-Verein für soziale Psychiatrie Donau-Alb e.V.“ gegründet. Es ist seither ein Zweckbetrieb des REHA-Vereins und steht in dessen Trägerschaft. </p>
<p>Beweggrund für die Errichtung des BFU war die damals desolate medizinische und psychotherapeutische Versorgungssituation einer großen Zahl von traumatisierten Flüchtlingen, vornehmlich aus Bosnien-Herzegowina. Damals lebten ca. 35.000 Bosnische Kriegsflüchtlinge in Deutschland, ein erheblicher Teil von ihnen schwer traumatisiert durch den blutigen Bürgerkrieg. Sie alle hatten aufgrund ihres Duldungsstatus nur eingeschränkten Zugang zum deutschen Gesundheitssystem. Viele von ihnen litten unter einer schweren Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), ohne dass ihnen die niedergelassenen Psychiater oder Psychotherapeuten hätten wirksam helfen können. Zum einen wegen des eingeschränkten Zugangs zum deutschen Gesundheitssystem, zum anderen wegen der damals mangelhaften Kenntnisse in Bezug auf die Behandlung von Patienten mit einer schweren PTBS. Auch war das Sprachproblem nicht gelöst, zumal die Krankenkassen &#8211; bis heute &#8211; keine Dolmetscherkosten erstatteten. Zudem war die Arbeit mit Dolmetschern nicht üblich (und ist sie bis heute nicht) – aber viele Traumatisierte waren der Deutschen Sprache nicht mächtig, so dass selbst im Falle der Finanzierung einer Psychotherapie diese praktisch nicht möglich war, weil sich der Therapeut und der Klienten nicht verständigen konnten. Hinzu kam, dass Traumatisierte &#8211; bedingt durch das Trauma &#8211; nicht in der Lage waren, das Erlittene auf Deutsch zu verbalisieren.</p>
<p>Was für die nach Deutschland geflüchteten Bosnier zutraf, traf in nahezu gleichem Maße auf viele Tausende kurdischer Flüchtlinge aus der Türkei zu, die vor dem damals tobenden Bürgerkrieg nach Deutschland geflohen waren. Diese offensichtliche Not der traumatisierten Flüchtlinge sowie die strukturellen Schwächen des Gesundheitssystems bewogen also eine Reihe von Engagierten, das BFU aus der Taufe zu heben.</p>
<p>In Windeseile wurde vom damaligen Geschäftsführer des REHA-Vereins, Jörg Sauter, die institutionellen Voraussetzungen für die Einbindung des BFU in den REHA-Verein geschaffen, eine Konzeption für das BFU erarbeitet sowie die notwendige administrative Grundlage für das BFU geschaffen, die zum Teil bis heute gelten. Parallel wurden lokal und regional – auch mit Hilfe des Heilberufe-Netzwerks von Amnesty International &#8211; Ärzte, Psychologen und Psychotherapeuten der verschiedensten Fachrichtungen sowie Dolmetscher geworben, zunächst ehrenamtlich für das BFU tätig zu sein. Besondere Aufbauarbeit im medizinischen Sektor leistete damals Matthias Odenwald, der als Psychiater neben seiner Praxis in Heidenheim unentgeltlich viele Stunden als Ärztlicher Leiter des BFU Maßgebliches zum Aufbau des BFU und zur Patientenversorgung leistete. Um ihn herum scharten sich eine Gruppe ebenfalls ehrenamtlich tätiger Kollegen der unterschiedlichsten Fachrichtungen. Eine erste Konzeptionen für die Behandlung von Traumatisierten wurden arbeitet. Eine mehrtägige kostenlose Schulung aller Fachkräfte des BFU im Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin Ende 1995 beschleunigte den Lernprozess aller BFUler erheblich. Dafür sind wir den Berliner Kollegen noch heute dankbar.</p>
<p>Schon nach einem halben Jahr konnten dank der Finanzierung von 2 ABM- Stellen durch das Ulmer Arbeitsamt eine Ärztin und ein Verwaltungsleiter im BFU angestellt werden. Dies führte zu einer Verstetigung der Arbeit und zu einer weiteren Professionalisierung des BFU. Durch deren intensive Öffentlichkeitsarbeit (1-2 Veranstaltungen pro Woche) konnte die Spendenbasis verbreitert werden. Auch die ehrenamtliche Werbung durch Amnesty International führte zu einer Vielzahl von Veranstaltungen, die eine Basis für den Förderkreis des BFU bildete. Es gab erste regelmäßige Einnahmen von Förderern, Kirchengemeinden und Wohlfahrtsverbänden. Schon Anfang 1996 erfolgten erste Versuche, über Bundessozialhilfegesetz und Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) ärztliche Leistungen für Folteropfer erstattet zu bekommen. Hier war uns der damalige Sozialminister Vetter (CDU) mit einem Empfehlungsschreiben an alle 44 Landkreise in Baden-Württemberg sehr behilflich. Es war dies der Einstieg in die Finanzierung der Traumatherapie für Folteropfer nach AsylbLG, welche es uns ermöglichte, die Traumatherapie auf langfristig gesicherte Füße zu stellen – trotz fehlender Kassenzulassung des BFU. Dies ist bis heute so !</p>
<p>Waren im ersten Jahr ca. 100 Patienten in Diagnostik und Therapie, waren es im darauf folgenden Jahr (1996) bereits 200. Zwei neue Mitarbeiterinnen, Frau Dr. Uta Klee und Frau Heidi Gauch, die regelmäßig wöchentlich nach Ulm fuhren, ermöglichten diese Kapazitätserweiterung. Besonderer Schwerpunkt lag in der ärztlichen und psychotherapeutischen Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen und Folteropfern aus Bosnien-Herzegowina und Türkei-Kurdistan, welche zusammen genommen in den 90er Jahren immer etwa 60% der Patienten des BFU stellten. Die anderen Patienten stammten aus ca. 20-30 weiteren Ländern. Ein Dolmetscherpool aus ca. 15 professionellen Dolmetschern ermöglichte für nahezu jede erforderliche Sprache das passende Therapie- Setting. Manche Dolmetscher der ersten Stunde arbeiten noch heute bei uns. </p>
<p>Von Anfang an und bis heute dabei ist auch Prof. Dr. Harald Traue von der Universität Ulm. Unser Wissenschaftlicher Beirat und Berater in guten und schwierigen Zeiten. Ihm gebührt unser Dank für lange Jahre der Beratung und Förderung des professionellen Niveaus unserer Arbeit. Er veranstaltete wichtige Fach-Kongresse zusammen mit der Leitung des BFU und förderte ebenfalls die Reputation des BFU, indem er Magister – und Doktorarbeiten von Mitarbeitern des BFU betreute und förderte. Vor wenigen Tagen erhielt eine unserer langjährigen Psychologinnen, Frau Dr. Nicole Leißner, den Wissenschaftspreis. Der Deutschen Gesellschaft für psychologische Schmerztherapie und Forschung verliehen. Sie hat bei Prof. Dr. Traue promoviert.</p>
<p>Das BFU ist Gründungsmitglied der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Folteropfer (BAFF, seit 1995) sowie der Landesarbeitsgemeinschaft Folterüberlebende Baden-Württemberg (1997) und ist seit Jahren gut im Gesundheitssystem des Landes Baden-Württemberg vernetzt. Ebenso mit zahlreichen Sozialarbeitern in den Kommunen und Landkreisen, mit der Landesärztekammer (Herr Odenwald war nach dem Ausscheiden aus dem BFU jahrelang Menschenrechtsbeauftragter der LÄK Württemberg) mit zahlreichen Verbänden im Bereich Gesundheitswesen, Migration und Flüchtlinge.</p>
<p>Dank der Expertise und Hartnäckigkeit des BFU-Teams ist es innerhalb relativ kurzer Zeit gelungen, ein anerkanntes Profil an der Nahtstelle von ärztlich-therapeutischem Sektor einerseits und ausländer- und asylrechtlichem Sektor andererseits zu erarbeiten. Dies belegen die damals sehr zahlreichen Gutachtenaufträge von Verwaltungsgerichten in Baden-Württemberg an das BFU, die Ladung der BFU-Therapeuten als sachverständige Zeugen vor Gericht, die Bereitschaft zur Finanzierung von ärztlichen und psychologischen Leistungen nach dem AsylbLG seitens nahezu aller Landkreise, mit denen wir über die Patienten in Verbindung standen (dies waren zeitweise 25 Stadt- und Landkreise). </p>
<p>Mit der Einrichtung unserer beiden Nebenstellen in Karlsruhe (1997) und Ludwigsburg (1998) bekam das BFU ein besonderes Profil – zum einen durch seine geografische Dezentralität und zum anderen durch die besonderen Zusatzangebote für traumatisierte Migranten. In Karlsruhe lag der Schwerpunkt in der fachärztlichen Diagnostik von Misshandlungen und im Bereich der stützenden Stabilisierung einer großen Zahl von Patienten &#8211; getragen von einem kleinen Team von Ärztinnen um die damalige Leiterin der Nebenstelle Karlsruhe, Frau Dr. Uta Klee. In Ludwigsburg, mit Heidi Gauch als Leitern der Nebenstelle Ludwigsburg, lag und liegt der Schwerpunkt in der Sozialarbeit und in der Integrationsarbeit, und dies schon zu Zeiten, als dies noch gar kein politisches Thema war, und im Bereich der kritisch-empathischen Beratung und Betreuung von traumatisierten Asylbewerbern vor der ersten Anhörung beim Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge (wie die Behöre damals hieß). Dies alles in kritisch-staatsbürgerlicher Kooperation mit dem Bundesamt und anderen Behördenvertretern und fachlich fundiert, war diese Beratung vor der Asylanhörung lange Zeit deutschlandweit einmalig und trug uns die öffentliche Anerkennung des Präsidenten des Bundesamts ein. Leider musste die Nebenstelle Karlsruhe im Jahr 2005 aus betriebswirtschaftlichen Gründen geschlossen werden. Die Versorgung in der Region übernimmt seither der „Verein für traumatisierte Migranten“ in Karlsruhe.</p>
<p>Der Kosovo-Krieg 1999 führte dazu, dass wir in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Württemberg und im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und Finanzierung durch das Bundesinnenministerium ein flächendeckendes Screening von kosovarischen Bürgerkriegsflüchtlingen im südlichen Baden-Württemberg durchführen konnten, die als Kontingentflüchtlinge vorübergehend Aufnahme in Deutschland gefunden hatten. Es wurden mehrere Hundert Kontingentflüchtlinge aus dem Kosovo von uns ärztlich betreut. Dies war der Einstieg in eine bundesstaatliche Programmförderung, die uns auch bei der EU-Förderung ab Ende 2000 behilflich war. Im Rahmen einer Masterarbeit an der Universität Ulm wurde dieses Programm wissenschaftlich ausgewertet.</p>
<p>Im Jahr 2000 gelang es uns im Rahmen der BAFF und zusammen mit den Wohlfahrtsverbänden in zahlreichen Gesprächen mit Vertretern der Länder- innenminister eine zufrieden stellende Lösung für den Verbleib von tausenden traumatisierter bosnischer Flüchtlinge in Deutschland zu erwirken. In den 90er Jahren wurden viele von ihnen als Patienten in den Behandlungszentren mühsam stabil gehalten (allein im BFU mit seinen Nebenstellen über 200 bosnische Patienten). Schon im Jahr 2003 waren es nur noch ein Handvoll, die weiterer therapeutischer Hilfe bedurften. Die im Jahr 2000 von der Innenministerkonferenz erteilte Aufenthaltsbefugnis für länger in Therapie befindliche traumatisierte bosnische Kriegsflüchtlinge, die therapeutischen Hilfen unsererseits und der Umstand, dass viele Bosnier trotz Traumatisierung schnell in den Arbeitsmarkt integriert werden konnten, führte dazu, dass die meisten bosnischen Patienten nach einiger Zeit ohne Medikamente leben und ein relativ beschwerdefreies Leben führen konnten. Das Freudenfest im Jahr 2002, an dem uns die bosnischen Patienten bekocht und bewirtet hatten mit zwei geschlachteten Lämmern und uns mit selbst verfassten Gedichten auf Deutsch und Bosnisch beglückten, wird uns immer in Erinnerung bleiben.</p>
<p>Die von 2000 an einsetzende Förderung durch die EU in Gestalt des Europäischen Flüchtlingsfonds (EFF) führte zu einer besseren Absicherung des BFU. Allerdings hatten die jahrelangen Existenzsorgen und der oft schwierige Kampf für die Flüchtlinge seine Spuren im Team hinterlassen. Ein Teil der Mitarbeiter verließ das Team – ein herber Verlust für das BFU im Jahr 2003.</p>
<p>Ab 2004 wirkte mit Frau Dipl. Psych. Gerlinde Dötsch eine neue Therapeutische Leitung des BFU, die vieles geändert hat. Ihr Schwerpunkt lag bis dato auf der Behandlung von Akut-Traumatisierten. Ihre Expertise auf diesem Gebiet sollte sie bald auch im BFU einsetzen können. Zur Jahreswende 2004/2005, angesichts der Tsunami &#8211; Katastrophe in Thailand, waren auch viele deutsche Opfer in der Region zu beklagen. Es gab seitens der regionalen Kliniken Anfragen, ob wir für die direkten Tsunami &#8211; Opfer und deren Hinterbliebene nicht ein traumaspezifisches Angebot machen könnten. Wir haben daher in Abstimmung mit dem REHA-Verein eine kleine neue Abteilung „Akut-Trauma-Behandlung“ eingerichtet und damit eine ganz neue Patientengruppe aufgenommen – was auch unser Selbstverständnis und unser Konzept teilweise verändert hat. Eben nicht mehr allein ausländische Folteropfer aufzunehmen, sondern auch traumatisierte Deutsche und Migranten. Auch dieser Prozess verlief nicht ohne Brüche, wenngleich der Schwerpunkt immer noch auf der Behandlung von Folteropfern dun Bürgerkriegsopfern liegt.</p>
<p>Aus den Erfahrungen mit den akut-traumatisierten „Tsunami-Kindern“ und mit Blick auf die sekundär traumatisierten Kinder von Folteropfer, für die wir bisher kein therapeutisches Angebot hatten, überlegten wir uns schon länger, ein Kinderkunstprojekt aufzulegen für traumatisierte deutsche und ausländische Kinder und Kinder von Folteropfern. Dieses Projekt begann Anfang 2008. Mit Hilfe von „Herzenssache e.V.“ gelang uns der Einstieg in diesen neuen Tätigkeitsbereich. Die Nachfrage war zunächst so groß, dass wir eine zweite Kunsttherapeutin einstellen mussten. Dieses Projekt erreichte seinen ersten Höhepunkt im Sommer letzten Jahres, als eine Gruppe von 10 traumatisierten Kindern unter Begleitung unserer Psychologin, Frau Anke Magill, und der Kunsttherapeutin, Frau Regine Schempp, sowie einer Mutter und einer Praktikantin einen 10-tätigen therapeutischen Aufenthalt auf der Finca von Peter Maffay auf Mallorca erleben durften. Für viele Kinder und Jugendliche war es die erste Begegnung mit dem Meer und die seit Jahren erste Möglichkeit, den Stadtkreis Ulm und sogar Deutschland auf legalem Wege für kurze Zeit zu verlassen. Dem Ausländeramt der Stadt Ulm sei dafür gedankt! </p>
<p>Seit Ende 2009 steht das BFU unter einer neuen Therapeutischen Leitung: Frau Dr. habil. Regina Kurth (Psychologische Psychotherapeutin). Neben der behutsamen Weiterentwicklung des bisher Erreichten und der bisherigen Tätigkeitsfelder sieht sie als einen ihrer Schwerpunkte die Anpassung des therapeutischen Angebots an veränderte Bedarfslagen von Patienten an, die in höherem Maße als früher sowohl eine chronifizierte PTBS aufweisen als auch Merkmale einer komorbiden psychiatrischen Störung als Langzeitfolge der PTBS. </p>
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		<title>Praktika</title>
		<link>http://www.bfu-ulm.de/praktika</link>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 19:43:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Praktika für Studierende Wir freuen uns über Praktikantinnen und Praktikanten – in der Regel sind es Psychologiestudierende im fortgeschrittenen Semester &#8211; die bei uns mitarbeiten möchten. Praktikaplätze können wir fast durchgehend zur Verfügung stellen, sie sind jedoch häufig schon ein halbes Jahr im Voraus belegt. Bei kurzfristigen Bewerbungen empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich direkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Praktika für Studierende</h2>
<p>Wir freuen uns über Praktikantinnen und Praktikanten – in der Regel sind es Psychologiestudierende im fortgeschrittenen Semester &#8211; die bei uns mitarbeiten möchten. </p>
<p>Praktikaplätze können wir fast durchgehend zur Verfügung stellen, sie sind jedoch häufig schon ein halbes Jahr im Voraus belegt. Bei kurzfristigen Bewerbungen empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich direkt telefonisch mit uns in Verbindung setzen.</p>
<h3>Dauer</h3>
<p>Die Praktikumsdauer sollte nicht unter 4 Wochen liegen, 8 Wochen sind erwünscht, da meist rund zwei Wochen für die Einarbeitung benötigt werden und oft erst ab dem zweiten Monat ein unabhängigeres Arbeiten möglich ist. Praktika werden nur in Vollzeitform angeboten.</p>
<h3>Voraussetzungen</h3>
<p>Üblicherweise werden PraktikantInnen genommen, die entweder das 4. Semester im Bachelorstudiengang (Psychologie) abgeschlossen oder das Vordiplom haben.</p>
<h3>Bewerbung</h3>
<p>Sie können sich per Telefon oder per E-mail bewerben. Bei E-Mail Anmeldung geben Sie bitte in der Betreffzeile an, dass Sie sich um einen Praktikumsplatz bewerben möchten. </p>
<p>Wichtig sind vor allem genaue Angaben zu Adresse (Tel., E-mail, Anschrift), gewünschter Zeitraum, Semesteranzahl sowie Lebenslauf und Zeugnisse, inklusive Immatrikulationsbescheinigung. Eine persönliche Vorstellung ist erwünscht und in der Regel wird ein Vorstellungsgespräch durchgeführt.</p>
<p>Eine Entscheidung wird unmittelbar nach dem Vorstellungsgespräch getroffen. Darüber hinaus gilt die Regel: wer sich als Erstes bewirbt, bekommt auch zuerst einen möglichen Praktikumsplatz.</p>
<h3>Keine Vergütung</h3>
<p>Das Praktikum ist leider unentgeltlich, auch eine freie Unterkunft für „Weit-her-Gereiste“ kann nicht gestellt werden.</p>
<h3>Anforderungen</h3>
<ul>
<li>Fähigkeit zu selbstständigem Arbeiten</li>
<li>eine gewisse psychische Stabilität angesichts schwerer traumatischer Erfahrungen, die die Patienten erleben mussten und mit denen man im Praktikum konfrontiert werden kann</li>
<li>Teamfähigkeit und Konzentrationsvermögen auch in lebhaftem Umfeld</li>
<li>Fähigkeit zu Selbstreflexion, Empathie und Abgrenzung gegenüber Patienten, aber auch gegenüber Kollegen</li>
<li>Einfache verwaltungstechnische Kenntnisse, wie z.B. Schreibarbeiten am Computer</li>
</ul>
<p>Sinn des Praktikums ist es, sowohl die therapeutische als auch die damit verbundene administrative Arbeit des BFU kennen zu lernen, das Verständnis für Traumafolgestörungen zu vertiefen sowie die genannten Fähigkeiten zu entwickeln bzw. auszubauen.</p>
<h3>Tätigkeiten</h3>
<ul>
<li>Teilnahme an Gesprächen mit Patienten, falls diese damit einverstanden sind. Diese werden im Anschluss gemeinsam mit dem Therapeuten reflektiert. </li>
<li>Protokollierung von Therapiegesprächen</li>
<li>Recherchieren in Literatur, Datenbanken, Akten und Internet</li>
<li>Anträge, Einladungen, etc. schreiben</li>
<li>ggf. Statistiken erstellen</li>
<li>Fragebögen auswerten</li>
<li>Patienten in Empfang nehmen</li>
</ul>
<p>Zuständig für die Bewerbungen ist Herr Makowitzki, die fachliche Zuständigkeit liegt bei der Therapeutischen Leitung Frau Dr. habil R. Kurth (Psychologische Psychotherapeutin).<br />Telefonnummer: 0731 / 22836<br />E-Mail-Adresse: <a href="mailto:&#x6B;&#x6F;&#x6E;&#x74;&#x61;&#x6B;&#x74;&#x40;&#x62;&#x66;&#x75;&#x2D;&#x75;&#x6C;&#x6D;&#x2E;&#x64;&#x65;">kontakt@bfu-ulm.de</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Nebenstelle Ludwigsburg</title>
		<link>http://www.bfu-ulm.de/uber-uns/nebenstelle-ludwigsburg</link>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 18:46:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Nebenstelle Ludwigsburg Angebote der Nebenstelle Ludwigsburg Eingangsdiagnostik für Folteropfer bzw. traumatisierte Migranten und ggf. Vermittlung zu Ärzten oder Psychotherapeuten Psychosoziale Begleitung und Unterstützung für Folteropfer bzw. traumatisierte Migranten Beratung für Asylbewerber vor und nach der Anhörung zum Asylbegehren Unterstützung für bleibeberechtigte Flüchtlinge in ihren Bemühungen, sich im Exilland zu integrieren Psychosoziale Interventionsprogramme für traumatisierte Flüchtlingskinder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Nebenstelle Ludwigsburg</h2>
<p>Angebote der Nebenstelle Ludwigsburg</p>
<ul>
<li>Eingangsdiagnostik für Folteropfer bzw. traumatisierte Migranten und ggf. Vermittlung zu Ärzten oder Psychotherapeuten</li>
<li>Psychosoziale Begleitung und Unterstützung für Folteropfer bzw. traumatisierte Migranten</li>
<li>Beratung für Asylbewerber vor und nach der Anhörung zum Asylbegehren</li>
<li>Unterstützung für bleibeberechtigte Flüchtlinge in ihren Bemühungen, sich im Exilland zu integrieren</li>
<li>Psychosoziale Interventionsprogramme für traumatisierte Flüchtlingskinder</li>
<li>Elternberatung bei traumatisierten Kindern</li>
</ul>
<p>Asylbewerber, darunter viele traumatisierte Flüchtlinge, werden vor ihrer Anhörung zum Asylbegehren beraten. Inzwischen hat sich die Betreuung von Folterüberlebenden mit Bleiberecht zu einem Schwerpunkt der Arbeit entwickelt. Auch kommen viele der Klienten, die eine Asylanerkennung erhalten haben, mit ihren Problemen weiterhin ins Behandlungszentrum, weil dies ihre erste vertrauensvolle Verbindung in der Wahlheimat gewesen ist, wo sie schon vor ihrer Anhörung zu ihrem Asylbegehren beraten worden sind. </p>
<p>In der Nebenstelle Ludwigsburg steht neben einer Kinder- und Jugendpsychotherapeutin auch ein Integrationstutor zur Verfügung.</p>
<p>Seit 2006 finden monatlich öffentliche Veranstaltungsreihen für bleibeberechtigte Flüchtlinge statt, mit externen Referenten zu Themen, die für die Flüchtlinge von besonderer Bedeutung sind, um sich in ihrem neuen Leben zurechtzufinden.</p>
<p>Die Methodik orientiert sich an der Arbeit der amerikanischen “Integration Tutors“ und beinhaltet u. a.:</p>
<ul>
<li>Sprachförderung</li>
<li>Arbeitsförderung</li>
<li>Beratungsangebote für Migranten bei Unterstützung von Behördenkontakten (wie z.B. Verwaltungssprache und Formulartraining)</li>
<li>Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen und Studium in Deutschland</li>
<li>Familienzusammenführung</li>
<li>Einführung in das gesellschaftliche und politische System Deutschlands</li>
</ul>
<h3>Inhalte der Arbeit</h3>
<ul>
<li>Erläuterung und Vermittlung von Therapiemöglichkeiten</li>
<li>Informationen über alle Rechte und Pflichten, die mit dem neuen Aufenthaltsstatus als Asylberechtigte verbunden sind.</li>
<li>Begleitung von Sprachkursen durch Hilfen beim Nacharbeiten der Lerninhalte</li>
<li>Hilfe bei Behördengängen (Ausländerbehörde, Arbeitsamt), Kontakt mit Schulen</li>
<li>Hilfen und Anregungen zur Nutzung örtlicher Infrastruktur- und Freizeiteinrichtungen (Sportvereine, Kirchengemeinden, Jugendhäuser, etc.)</li>
<li>Bewerbungs- und Formulartraining</li>
<li>Vermittlung an Jugendhilfedienste und Migrationsberatungsstellen</li>
<li>Einführung in die deutsche Kultur (Verhaltenstraining und „Benimm-Regeln“ in Deutschland), Vergleich und Herausarbeitung kultureller Besonderheiten der Heimatkultur und der Kultur des deutschen Exillandes</li>
<li>Fortbildungen zum Thema Asyl und Einwanderung an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen</li>
<li>Trainings für traumatisierte Kinder (z.B. hinsichtlich traumabedingter Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen)</li>
</ul>
<p>Aufgrund der Anstellung einer Kinder- und Jugendpsychotherapeutin stehen besonders die Kinder im Vordergrund. Häufig werden sie gezwungen, Zeuge bei Folterungen der Eltern oder älteren, Sicherheit vermittelnden Geschwistern zu sein, oder umgekehrt, diese müssen die Qualen ihrer Kinder, bzw. Geschwister erleben. Der bis dahin als Sicherheit gebender Garant angesehene Vater wird als schwach erlebt und als Risikofaktor für das eigene Leben empfunden.</p>
<p>Der ältere Bruder, der &#8211; vor der eigenen meistens viel stärkeren physischen Folterung &#8211; bei den Folterungen jüngerer Geschwister hilflos zusehen muss, sieht für sich keine Lebensperspektive mehr.</p>
<h3>Ein Beispiel</h3>
<p>Der inzwischen 20-jährige Kameruner Musiker George, der als asylberechtigt anerkannt in Karlsruhe lebt, wurde gezwungen, die Folterung seiner damals 13-jährigen Schwester, die mit ihm zusammen politische Protestlieder gesungen hat, vom Nachbarraum aus durch ein Fenster in der Wand mit zu erleben. Die Schreie, das Weinen, die Bitten seiner Schwester, die Misshandlungen zu beenden, musste er hören, ohne etwas dagegen unternehmen zu können. Sie verstarb unter der Folter.</p>
<p>Er selbst wurde viel stärkerer physischer Folter ausgesetzt, seine Träume und Gedanken aber kreisten immer nur um dieses Miterleben. Scham- und Schuldgefühle ließen ihn keine Ruhe finden. George erhielt eine fachärztliche Behandlung im Behandlungszentrum in Karlsruhe, später dann in Ludwigsburg sowie psychosoziale Betreuung. Erst jetzt scheint es ihm langsam möglich zu werden, zu sich selbst zu finden und wieder sein geliebtes Musikinstrument – die Gitarre – in die Hand zu nehmen. Mit Hilfe der Musik scheint es ihm zu gelingen, die in ihm schlummernden Möglichkeiten zur Bewältigung seines Traumas zu nutzen.</p>
<p>Kinder und Jugendliche mit einem solchen Erleben können &#8211; genau wie erwachsene Folterüberlebende &#8211; schwere Angst- und Depressionssymptome entwickeln. Nicht selten sind sie suizidgefährdet. Mit einem Netzwerk an Ärzten und Psychotherapeuten diesen Kindern und Jugendlichen eine Perspektive zu geben, wird als eine der wichtigsten Aufgaben angesehen.</p>
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		<title>Das BFU: Ein Überblick</title>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 19:58:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Das BFU: Ein Überblick Rede anlässlich der Gründungsveranstaltung des Fördervereins Von Dr. habil. Regina A. Kurth, Therapeutische Leitung BFU Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Förderer und Unterstützer des BFU, liebe Gäste seit 15 Jahren kommen Menschen ins Behandlungszentrum für Folteropfer, Menschen aus den Kriegs- sowie Krisenregionen dieser Erde, wie dem Kosovo, Türkei, Irak oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Das BFU: Ein Überblick</h2>
<h3 class="author" style="margin-bottom: -7px">Rede anlässlich der Gründungsveranstaltung des Fördervereins</h3>
<p class="author">Von Dr. habil. Regina A. Kurth, Therapeutische Leitung BFU</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Förderer und Unterstützer des BFU, liebe Gäste</p>
<p>seit 15 Jahren kommen Menschen ins Behandlungszentrum für Folteropfer, Menschen aus den Kriegs- sowie Krisenregionen dieser Erde, wie dem Kosovo, Türkei, Irak oder auch aus verschiedenen Ländern Afrikas; Menschen, die durch Krieg, Folter, Verfolgung oder Flucht Ängste, seelische Qualen, körperliche Schmerzen sowie tödliche Bedrohungen in einem oft unvorstellbaren Ausmaß durchleben mussten; Menschen, die nicht nur durch Krieg und Gewalt für immer gezeichnet sind, sondern die auch ihre Heimat, ihre Familie und ihre Kultur verloren haben, Menschen, die also in einem umfassenden Ausmaß als Ent-wurzelte zu uns kommen: verstört, verängstigt, gepeinigt sowie orientierungslos.</p>
<p>Obwohl der durchlittene Krieg, Folter, sexuelle oder andere Formen von Gewalt bereits hinter ihnen liegen, müssen sie diese schrecklichen Erfahrungen immer wieder ungewollt und oft völlig ungefiltert innerlich erneut durchleben, so als befänden sie sich wieder mitten im Krieg oder direkt unter der Folter. Das macht den Kern der Traumatisierung aus.</p>
<p>Wer derart ungeschützt ist, ist auch für neue Verletzungen, Angriffe und Bedrohungen besonders empfänglich. Wer entwurzelt ist, hat keinen oder nur einen erschwerten Zugang zu seinen Fähigkeiten und Kräften.</p>
<p>Die Folgen sind schwere psychische Beschwerden, wie existentielle Ängste oder schwere Depressionen. Auch leiden Traumatisierte unter einer allgemeinen Unfähigkeit, sich körperlich oder geistig zu entspannen. Alpträume, oft extreme Schlafstörungen, aber auch körperliche Beschwerden und Schmerzen aller Art sind die gravierenden Folgen, die ein Funktionieren im Alltag erschweren oder sogar unmöglich machen. Dabei sollen Migranten nicht nur im Alltag funktionieren, sondern müssen sich in einer oftmals völlig neuen und ihrer Kultur fremden Umgebung orientieren. Überdies lastet unser gesellschaftliche Anspruch auf ihnen, sich zu integrieren. Damit sind traumatisierte Menschen aber meist überfordert.</p>
<p>Deshalb unterstützen wir im BFU die Betroffenen nicht nur darin, ihre Traumatisierung sowie ihre vielfältigen Beschwerden zu überwinden, sondern auch dabei, sich in einem fremden Alltag zu orientieren und ihren Weg in einem für sie fremden Land zu finden.</p>
<p>Das BFU ist in Baden-Württemberg eine von vier – deutschlandweit eine von ca. 20 Einrichtungen, die sich um Migranten mit Traumatisierungen kümmern. So kommen unsere Klienten vom Bodensee bis vom Hohen Loischen, vom Neckar bis zum Lech.</p>
<p>Warum finden die Betroffenen in der Regel keinen Therapieplatz im regulären medizinischen Versorgungssystem? Wofür muss es überhaupt die Einrichtung eines BFU geben?</p>
<ol style="margin-left: 20px">
<li style="list-style-type: decimal; margin-bottom: 10px">Differenziertes Verstehen und verstanden werden ist die Grundlage jeder Genesung. Die meisten Traumatisierten können nicht ausreichend Deutsch für eine Therapie. Eine dolmetschervermittelte Therapiesitzung verkompliziert oft den therapeutischen Prozess; benötigt die doppelte Zeit und wird obendrein von den Krankenkassen nicht finanziert – zusammenfassend: für eine „reguläre“ Institution oder für Niedergelassene Psychotherapeuten  nicht zu leisten.<br />
Dem BFU hingegen stehen derzeit 17 Dolmetscher für 12 Sprachen zur Verfügung, mit denen in langjähriger Kooperation eine vertrauensvolle und professionelle Zusammenarbeit entstanden ist.</li>
<li style="list-style-type: decimal; margin-bottom: 10px">Sicherheit ist die Basis jeder Traumatherapie. Jedoch wird der Antrag der Betroffenen auf Asyl in der Regel in der ersten Instanz abgelehnt und ihr weiterer Kampf um einen sicheren Aufenthalt gleicht oft einer Odyssee. Das bedeutet nicht nur für die Betroffenen eine akute Bedrohung und häufig eine Retraumatisierung, sondern bedroht auch den therapeutischen Fortschritt. Hier einerseits aktiv den Patienten sowie dessen Anwalt bei seinem Kampf um Sicherheit zu unterstützen, andererseits auch den Patienten zu befähigen, mit Unsicherheit sowie latenter Bedrohung konstruktiv umzugehen, das nimmt einen breiten Raum in der Behandlung ein.</li>
<li style="list-style-type: decimal; margin-bottom: 10px">Die Gefahr, mit schwerst Traumatisierten zu arbeiten, ist nicht zu verharmlosen. Trauma ist infektiös und maligne, wie eine heimtückische bösartige Krebserkrankung in ihren Wirkungen auf alle Beteiligten – d. h. auch auf die Helfer – nicht zu unterschätzen.</li>
</ol>
<p>Täuschen wir uns nicht: jede Begegnung mit Traumatisierten kann uns mit den bedrohlichen Abgründen der menschlichen Seele sowie mit allen Möglichkeiten des Bösen in uns selbst sowie in der Welt konfrontieren; eine Begegnung, die wir alle gerne möglichst vermeiden.</p>
<p>Die in den Jahren angesammelten Erfahrungen, aber auch die gewachsenen Strukturen, gelebte Unterstützungen und Verbundenheiten, die sich im Laufe der Jahre mit und um die Institution BFU entwickelt haben, ermöglichen es, dieser Gefahr vergleichsweise gelassen zu begegnen. Denn mit den gemeisterten Herausforderungen über die Jahre hinweg hat sich auch die Gewissheit vertieft, dass das Leben in Gefahr und Bedrohung immer auch die je größere Chance zum Neubeginn sowie zur je größeren Lebendigkeit und Lebensfreude birgt.</p>
<p>Die Betroffenen kommen meist nicht allein, sondern mit Familie, d.h. mit ihren Kindern hierher zu uns nach Deutschland. Dass Kinder schwächer sind und somit durch schlimme Erfahrungen, die sie selbst oder aber ihre Eltern durchleben mussten, verwundbarer sind als Erwachsene, ist eine traurige Wahrheit. Dass sie auch noch form- und beeinflussbarer sind,  eine andere. Deshalb liegt uns das Kinderkunstprojekt – was meine Kollegin gleich im Anschluss vorstellen wird – besonders am Herzen. </p>
<p>Seit dem Tsunami in Südostasien 2005 ist das BFU auch Anlaufstelle für akut Traumatisierte, Deutsche wie Nichtdeutsche, denen wir glücklicherweise in oft nur wenigen Therapiestunden die Bearbeitung ihrer Erlebnisse ermöglichen können.</p>
<p>Dass das BFU in den vergangenen 15 Jahren; gegenwärtig &amp; wir sind zuversichtlich, auch zukünftig diese nicht immer leichten sowie vielfältigen Aufgaben gut und professionell bewältigen können, verdanken wir auch der gewachsenen Vernetzung sowie konstruktiven Zusammenarbeit &#8211; nicht nur mit Rechtsanwälten, Sozialarbeitern sowie engagierten Ehrenamtlichen, wie z.B. den Mitgliedern des Flüchtlingsrates, sondern auch mit anderen med., psychiatrischen sowie psychosozialen Einrichtungen der Stadt Ulm sowie der Umgebung. Dankbar sind wir uns auch für die bisher geleistete Unterstützung, von der bekundeten ideellen Verbundenheit bis hin zur materiellen Förderung bewusst. Unsere wichtigsten Kostenträger sind der Rehaverein für soziale Psychiatrie, die Krankenkassen, Landratsämter sowie Kommunen, Stiftungen, die deutsche Sektion von Amnesty international sowie der Europäische Flüchtlingsfond. Last, but not least sind wir unseren treuen Spendern und Förderen dankbar verpflichtet, die mehr als einmal durch ihre  tat- und zahlungskräftige Unterstützung das BFU vor akuter Schließung bewahrt haben.</p>
<p>Was in 15 Jahren als wichtiger wie wertvoller, ja unverzichtbarer Bestandteil der psychotherapeutisch-psychosozialen Versorgungslandschaft der Stadt Ulm sowie des Landes Baden-Württemberg gewachsen ist, gilt es nicht nur zu bewahren, sondern weiter zu fördern, damit auch zukünftig Menschen nach Krieg, Folter, Flucht und sonstigen Gewalterfahrungen ins BFU kommen können, um Verständnis, Unterstützung sowie professionelle Hilfe zu finden.</p>
<p>Deshalb danken wir Ihnen heute ausdrücklich für Ihr Kommen &amp; Ihre Verbundenheit &amp; bitten Sie auch weiterhin um Ihre tatkräftige Unterstützung.</p>
<p>Vielen Dank!</p>
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