Termine & Veranstaltungen

  1. Mittwoch, 02. August 2017
    Treffen des Fördervereins für das Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm

    19:00 Uhr, Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm, Innere Wallstrasse 6

    Treffen des Fördervereins für das Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm. Wer das Behandlungszentrum unterstützen möchte und sich für die Arbeit des Fördervereins interessiert, ist herzlich willkommen!

     

  2. Donnerstag, 10. August 2017
    Wahlprüfsteine Menschenrechte

    18:30 Uhr, im großen Saal der Volksbank Ulm-Biberach, Olgaplatz 1, 89073 Ulm

    Informations- und Diskussionsabend mit den Ulmer Kandidaten zur Bundestagswahl 2017 mit freiem Eintritt.

    Nach vielen Fortschritten in den vergangenen Jahrzehnten sind die Zivilgesellschaften weltweit wieder unter Druck geraten. Autoritäre Regime sind durch populistische Wahlversprechen auf dem Vormarsch, polarisieren die Gesellschaften, verbieten zum Beispiel Nichtregierungsorganisationen und verletzen vielfach Menschenrechte wie das Recht auf Leben und Freiheit und den Schutz vor Folter. Auch demokratische Staaten tun sich schwer, zum Beispiel mit dem Recht auf Asyl und Untätigkeit gegenüber dem alltäglichen Rassismus.

    Wahlen sind auch Weichenstellungen für die Menschenrechte. Anlässlich der Bundestagswahl am 24. September stellen sich die Ulmer Kandidaten den “Wahlprüfsteinen” der Stiftung Menschenrechtsbildung. Bei dem Informations- und Diskussionsabend geht es um die Themenkomplexe Bildung, Flucht und Asyl, Rüstungsexporte und Rassismus. Dabei sollen die Positionen der Politikerinnen und Politiker herausgearbeitet werden.

    Teilnehmer:

    • Dr. Thomas Kienle (CDU), in Vertretung für Ronja Kemmer, MdB Hilde Mattheis (SPD), MdB
    • Eva-Maria Glathe-Braun (Die Linke)
    • Marcel Emmerich (Bündnis 90/Die Grünen)
    • Alexander Kulitz (FDP)
    • Eugen Ciresa (AfD)

    Moderation:

    • Stefan Drößler
    • Lothar Heusohn

    Veranstalter:

    • Stiftung Menschenrechtsbildung in Zusammenarbeit mit dem Bündnis Menschenrechtsbildung e. V.
    • Amnesty International Ulm/Neu-Ulm
    • Förderverein des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm e. V.
    • Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donaukreis e. V.

    Mit freundlicher Unterstützung der Volksbank Ulm-Biberach eG.

     

  3. Mittwoch, 06. September 2017
    Treffen des Fördervereins für das Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm

    19:00 Uhr, Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm, Innere Wallstrasse 6

    Treffen des Fördervereins für das Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm. Wer das Behandlungszentrum unterstützen möchte und sich für die Arbeit des Fördervereins interessiert, ist herzlich willkommen!

     

  4. Donnerstag, 14. September 2017
    Das andere Afghanistan

    18:30 Uhr, Forum der Volksbank Ulm-Biberach, Olgaplatz 1, 89073 Ulm

    Vortrag und Gespräch mit Mahsa Taee & Tillmann Schmalzried (Eintritt frei)

    Nach 9/11 – genauer gesagt 12/5 (2001), nach dem Sturz der Taliban-Regierung – versprachen mächtige afghanische Männer, eingeladen von der damaligen deutschen Regierung, unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen, auf dem Petersberg bei Bonn, Afghanistan mit internationaler Hilfe zu einem Musterbeispiel des modernen post-conflict State-Building zu machen. Hoch motivierte junge Afghanen, viele von ihnen aufgewachsen im Exil, folgten dem auf dem Petersberg formulierten Ruf und kehrten in ihr Heimatland zurück, um ihren Beitrag zu dem von der International Security Assistance Force (ISAF) zu schützenden Staatsaufbau zu leisten.

    Die 1980 geborene Mahsa Taee gehört zu dieser Generation junger motivierter Afghanen. Vor 12/5 (2001) lebte sie im iranischen Exil. Im Juli 2009 musste sie nach einem Anschlag auf ihre Familie Afghanistan erneut verlassen und lebt seitdem im Hamburger Raum.

    Schon vor der Eroberung ihrer Heimatstadt Herat durch die Taliban hatte Mahsa Taee begonnen zu schreiben. Im iranischen Exil gründete sie zusammen mit ihrem Mann Sayed Ahmad Hashemi die Familienzeitschrift „Baran“ (Regen) und ließ 1000 Kopien in das von den Taliban beherrschte Afghanistan schmuggeln. Nach dem Sturz der Taliban engagierte sie sich als Schriftstellerin (Romane, Erzählungen, Gedichte), als Abgeordnete der verfassunggebenden Loya Jirgha, als Managerin für die Masoud-Stiftung, als Journalistin für die Wochenzeitung „Payman Weekly“ und die Tageszeitung „Payman Daily“ sowie als Herausgeberin und Journalistin für die Zeitung „Mandegar“. Ihr aus den täglichen politischen Kolumnen für „Payman Daily“ zusammengestelltes Buch „Gute Nacht, Herr Präsident“ ist in Afghanistan verboten.

    Tillmann Schmalzried ist seit 1980 Mitglied von Amnesty International und seit 2014 Sprecher der Afghanistan-Koordinationsgruppe der deutschen AI-Sektion. Seit 2004 gilt sein Interesse dem zivilgesellschaftlichen Engagement gegen sog. Warlord-Strukturen. Im Rahmen seiner Menschenrechtsarbeit für Amnesty International und die Gesellschaft für bedrohte Völker unterstützte Tillmann Schmalzried auch Persönlichkeiten wie Mahsa Taee und Sayed Ahmad Hashemi. Gerade weil immer wieder eine neue Generation von Hoffnungsträgern in Gebieten, die heute gerne mit dem widersinnigen Begriff „Failed States“ bezeichnet werden, heranwächst, teilt er den weit verbreiteten Pessimismus von Politik und Medien in Bezug auf Länder wie Afghanistan nicht. Desto beißender kritisiert er, dass die Internationale Gemeinschaft den lokalen Warlords in den „Failed“ und „Weak States“ die Macht überlässt – und so Straflosigkeit für Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Status quo wird und sich gerade Hoffnungsträger/innen Flucht und Vertreibung ausgesetzt sehen.

    Veranstalter:

    • Stiftung Menschenrechtsbildung in Zusammenarbeit mit dem Bündnis Menschenrechtsbildung e. V.
    • Amnesty International Ulm/Neu-Ulm
    • Förderverein des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm e. V.
    • Flüchtlingsrat Ulm/Alb- Donaukreis e. V.

     

  5. Mittwoch, 04. Oktober 2017
    Treffen des Fördervereins für das Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm

    19:00 Uhr, Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm, Innere Wallstrasse 6

    Treffen des Fördervereins für das Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm. Wer das Behandlungszentrum unterstützen möchte und sich für die Arbeit des Fördervereins interessiert, ist herzlich willkommen!